Verklagt alles und jeden

Bei dieser Meldung bin ich doch etwas erschüttert, jetzt werden Studenten von der RIAA verklagt, weil sie eine selbst entwickelte Suchmaschine für Windows-Netzwerke betreiben.
Ob ich nun direkt eine Verzeichnisfreigabe mit dem Explorer durchsuche oder die Datei über einen Index-Server finde scheint für die RIAA einen Unterchied von $150.000 pro Datei auszumachen 🙁
Davon abgesehen, ist die Idee ganz gut für Firmennetzwerke geeignet. Neben dem nicht mehr existenten Flatlane gibt es noch andere Projekte, z.B. MP3-Spider und Pallasvista.

Die Warheit

schwer zu finden in diesen Tagen, Telepolis macht als Interpretationshilfe eine gute Figur. In der Los Angeles Times wurde ein manipuliertes Foto auf der Titelseite abgedruckt, der Fotograf ist kein Unbekannter, er hat schon aus dem ersten Golfkrieg, aus Nordirland, Kaschmir und Afghanistan berichtet und war Photographer of the Year. Dieses eine Mal ist aufgefallen, aber was ist mit dem Rest ? Was ist mit den Millionen von Bildern, die täglich an uns verfüttert werden ?

So langsam läuft die Gurke

Nachdem ich ein halbes Jahr meinen Scheff vollgenervt habe, gab es vorgestern einen neuen PC, der dank 2.0 GHz und 512 MB Ram echt fix ist.
Das Finetuning von Windows und vorbereiten der Entwicklungsumgebung ging auch erfreulich schnell, da das Durchcompilieren der ganzen Bibliotheken sonst immer die meiste Zeit beansprucht hat und jetzt der Compiler mehr als doppelt so schnell arbeitet.
Die Linux-Installation war aber eine kleine Tortour, der blöde 845-Chipsatz ist noch so neu, dass man ziemlich viel Hand anlegen muss. Das Netzwerkmodul verursacht mit APIC eine Kernel panic, der X-Server lief zuerst nur in 640×480 bie 60Hz und Monster-grossen Fonts…
Inzwischen ist’s aber echt gemütlich, hab XFree86 4.3.0 und KDE 3.1.1 incl. KDevelop installiert (123 rpm-Pakete von hand gesaugt und aufgelöst weil Yast2 keine FTP-Sourcen handlen kann/will). Hab Zugriff auf alle Windows-Shares und Drucker, sogar Lotus Notes und Office 97 laufen dank Wine 🙂

teurer Tag heute

Schlappe 150 Eulo für Klamotten ausgegeben im Tausch gegen zwei Paar Schuhe und eine Windjacke. Ich werde noch als Markenklamotten-Junkie enden. Früher konnten die Sachen nicht runtergekommen genug aussehen und heute kucke ich morgends sogar in den Spiegel. Jetzt lecker Pizza essen im besten Restaurant am Platze. Wir hams ja…

Nachtrag: Wir haben die Pizza für 3 Personen zu viert nicht geschafft. Ui ui iu war die lecker, mit Rucola und so. Die Gäste waren etwas abgehoben, manche hatten ihre/n Hund/e mitgebracht, was zeitweilig zu einer lustigen Geräuschkulisse führte – fast wie früher im Archiv.

Darf ein Rechtsstaat foltern?

mit Angelika Birk (Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin) und Andrea Würdinger (Vorstandsmitglied im Republikanischen Anwaltsverein)

Mittwoch, 9. April 19 Uhr im Al Globe Potsdam (Charlottenstraße 31)

Was ist Folter? Welche Foltermethoden gibt es? Welche Auswirkungen hat die Folter auf die Opfer? Wie entstand die Folter? Warum wurde sie in Mitteleuropa formal abgeschafft? Wie ist das Folterverbot im Grundgesetz und internationalem Recht verankert?

Veranstalter: AStA der Uni Potsdam, Polizeikontrollstelle-Initiative zur Stärkung der Grund- u. Bürgerrechte gegenüber der Polizei, Studentische Initiative Kritische JuristInnen an der Uni Potsdam.

Schröder kommt ungestraft davon

Die Strafanzeige der PDS gegen die Bundesregierung wegen des Verdachts der Vorbereitung eines Angriffskriegs ist vom Generalbundesanwalt Nehm nicht angenommen worden.
Das kommt zwar wenig überraschend, interessant ist jedoch wie die Ablehnung begründet wird: Bloße Duldungs- oder Unterlassungshandlungen seien (…) nicht unter den Begriff der Kriegsbeteiligung zu fassen.
Die PDS ist in ihrer Presseerklärung anderer Meinung.

Es ist schon merkwürdig. Wenn man dabei zusieht, wie einer auf der Strasse zusammengefaltet wird, ohne ihm zu helfen, kommt man wegen unterlassener Hilfeleistung ran. Die Unterstützung von Menschen, die hunderte Zivilisten töten ist jedoch straffrei.

(Danke an Stefan, der mich diesbezüglich auf dem Laufenden hält)

Die deutsche Schuld am Krieg

In der Zeit kommen, leider nur anonym, einige der Unmovic-Waffeninspekteure zu Wort, die derzeit auf Zypern ausharren müssen.
„Saddam Hussein verfolgte jeden Schritt im Sicherheitsrat ganz genau. Sobald sich dort Risse zeigten, nahm die Zusammenarbeit ab.“ Nur dann, wenn der militärische Druck wuchs, wurden die Behörden in Bagdad kooperationswilliger.
Noch nie wurden bei den Waffeninspektionen im Irak so grosse Fortschritte gemacht, wie in den letzten Monaten vor dem Krieg. Selbst Hans Blix hatte offen zugegeben, dass diese Fortschritte grösstenteils auf die militärische Drohkulisse zurück zu führen sind.
Das der Krieg damit verhindert worden wäre, würde aber voraus setzen, dass es den USA wirklich um die Entwaffnung des Irak geht. Deutschlands Regierung dafür die Schuld zu geben, ist zu einfach, der grösste Kriegstreiber sitzt auf der anderen Seite des Atlantiks.

Lächerlich

Pressekonferenz im Weissen Haus:

Q In terms of the pictures, the administration is upset because it is a violation of the Geneva Accords, you say —
MR. FLEISCHER: That’s correct.
Q Are we following the Geneva Accords —
MR. FLEISCHER: Of course.
Q — in Iraq and Guantanamo?
MR. FLEISCHER: There are two different situations. You have the war against terrorism, and then you have this conflict, which is much more of a traditional conflict. And we have always treated people humanely, consistent with international agreements. In the case of the fight in Iraq, there’s no question that it’s being done in accordance with the Geneva Conventions.
Q How about the detainees in Guantanamo? They have no rights under the Geneva Accords?
MR. FLEISCHER: As I just indicated, we always treat them humanely, consistent with.
[gefunden in Telepolis]

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