OH HAI new job

Der letzte Chaos Communication Congress hat mir einen neuen Job beschert 🙂 Interessant ist auch, wie schnell so etwas gehen kann. Einen Monat nach dem ersten informellen GesprĂ€ch auf dem Kongress habe ich am Montag meinen letzten Arbeitstag in der alten Firma. Wie alles im Leben sind eben auch KĂŒndigungsfristen verhandelbar.

27c3: Tag 4

OMG WTF PDF war ein prima Einstieg in den letzten Kongresstag. Julia Wolf hat vorgefĂŒhrt, was mit PDF alles möglich ist. Leider ist sie so rasend zwischen den Folien hin- und her gesprungen, dass man beim Konsum der Aufzeichnung die Folien zur Hand haben sollte. Sie hat u.A. vorgefĂŒhrt, wie man Dateien aufbauen muss, die gleichzeitig ZIP und PDF Dateien sind. Highlight war ein Executable vom Windows-Taschenrechner, das sie auch mit dem Acrobat Reader öffnen konnte und dieser den Inhalt korrekt dargestellt hat.

Es gab dann noch ein paar Überlegungen, was man noch machen könnte – u.A. die PDF-Engine von Druckern nutzen, um Portscans durchzufĂŒhren. Heise hat das so dargestellt, als ob das schon möglich ist, aber Julia hat lediglich gesagt „man könnte mal“. Ich bezweifle jedoch, das es so einfach möglich ist. In dem Druckern ist ja kein Acrobat Reader eingebaut, der fĂŒr SicherheitslĂŒcken und Parserfoo bekannt ist. Vielmehr nehmen Drucker das PDF nur an und wandeln es dann in ein Format, das sie nativ verstehen, also PCL i.d.R. Es wĂŒrde mich stark wundern, wenn da nicht-grafische Elemente berĂŒcksichtigt werden (Javascript ect.).

Insgesamt jedoch schein PDF ein weites Feld fĂŒr Experimente sein. Julia hat sich hauptsĂ€chlich den Acrobat Reader angeschaut, aber es gibt ja noch mehr PDF Interpreter auf diesem Planeten – nicht nur in Druckern 😉

Bizarr war „Cybernetics for the Masses„. Eine quirlige Dame anfang zwanzig hĂŒpft nervös ĂŒber die BĂŒhne und erklĂ€rt, wie man sich in der eigenen KĂŒche Implantate unter die Haut jagt. Die Materialwahl schein extrem schwierig zu sein, Rost ist ein großes Problem. Dazu gab es noch hilfreiche Tipps wie „kein Skalpell verwenden, lieber eine große KanĂŒle“, „Venen in den Fingern kann man prima mit einer Lampe finden“ und „nie alleine arbeiten, falls man mal das Bewusstsein verliert“.
L. hat diverse Implantate unter der Haut, z.B. Sensoren fĂŒr elektromagnetische Felder. Wenn man so einen Sensor ein paar Wochen trĂ€gt, trainiert man das Gehirn so sehr an die Signale, dass der Sensor zu einem weiteren Sinnensorgan wird. Ich hatte von diesem Effekt schon mal vor 2 (?) Jahren in einem Biohacking-Talk auf dem Kongress gehört. Mir ist allerdings nicht ganz klar, was der Nutzwert so einer zusĂ€tzlichen Wahrnehmung ist.
Interessanter klang L.s aktuelles Projekt, sich einen elektrischen Kompass ins Bein zu implantieren. Gerade fĂŒr solche orientierungslosen Menschen wie mich, wĂ€re das ein prima Addon 🙂