Juli

Wir spielen das Rohrlegerspiel. Erstmal holen wir diverse Bögen und Abzweige aus dem Baumarkt und packen noch dazu, was die unerschöpflichen Vorräte von Z. noch hergeben.

Alle Abwasserrohre müssen im zentralen Abwasserrohr münden, waagerecht sollte das Gefälle 1-2% sein. Ist das Gefälle steiler, fließt das Wasser weg und die festen Bestandteile nicht.

Wir legen die Rohre erstmal ohne Gummis um zu schauen, wo wir landen. Neben dem Gefälle müssen wir die exakte Endposition schon jetzt bestimmen. Auf die Wand kommt noch Putz. Oh die Wand ist schief? Unten ist der Putz also dicker. Und dann kommen noch Fliesen drauf? Wie dick ist so eine Fliese? Ok, wie weit steht das Klo von der Wand weg? Gut, dann muss das Abwasserrohr genau hier hin. Rien ne va plus, wenn der Beton drauf kommt, ist das endgültig. Wir messen sehr oft nach, leider ist es ohne Wände schwierig gute Referenzpunkte zu finden.

Zum Stall hin, was später Heizraum und Eingangsbereich werden soll, wird auch ein Abwasserrohr verlegt. Kind 2 hilft mit. „Papa, hier ist ein Loch!“. Oha. Wir vergrößern das Loch und finden: die Wasserleitung, hurra! Der Wasseranschluss wurde um 2000 rum neu verlegt und unterm Haus durch bis in den Gewölbekeller gebohrt. Dort ist die Wasseruhr montiert und von dort geht aktuelle Wasserversorgung des Hauses los.
Der Keller ist aber zur Nordseite nicht ganz frostsicher, deswegen war mir die Wasseruhr dort nicht so ganz geheuer. Durch diesen Zufallsfund können wir den Wasseranschluss in den frostsicheren Heizraum umverlegen lassen.

Der Zugang zum Keller wird verschlossen. Z. betoniert erstmal eine kleine Barriere hin, damit der Beton der Bodenplatte nicht in den Keller läuft.

Als die BG nicht guckt, montieren wir den französischen Balkon von innen ohne Gerüst. Es geht, ist aber nicht zu empfehlen.

Als an der Stelle alle Rohre drin sind, wird das Fundament der neuen Stallwand betoniert.

Natürlich ist ordentlich Stahl drin, wir machen ja keine halben Sachen.

Diese Wand (wir erinnern uns) bekommt auch ein neues Fundament.

Das Wetter ist so mittelgut.

Auf dem Fundament kommt erstmal wieder ein Schicht der alten Hohlblocksteine. Die Türöffnungen werden frei gehalten, weil hier die Rohre von der Fußbodenheizung durch müssen. Durch die Öffnung rechts davon kommen Vorlauf / Rücklauf der Heizung, Wasser und Strom. Diese Dinge werden oberhalb des Rohfussbodens in der Dämmebene, aber unterhalb vom Estrich verlegt.

Da wir zwei verschiedene Höhenniveaus haben, wird die Bodenplatte auf der Südseite des Hauses höher sein, als die der Nordseite des Hauses. Das sieht man hier ganz schön. Auch in der anderen Wand brauchen wir eine Öffnung für Wasser, Heizung und Strom.

Der gerade abgestütze Balkens im Stall würde direkt auf den Gasbetonsteinen aufliegen. Um die Last besser zu verteilen, betoniert Z. erstmal einen Sturz.

So sieht das dann eingebaut aus:

Die letzten Steine fehlen noch …

… dann können die Stützen weg.

Pünktlich, sieben Monate, nachdem wir das Problem bemerkt haben, sind alle kaputten Wände im Erdgeschoss erneuert. Der Fehler im Plan: wir haben noch zwei Paletten Steine übrig… 🙄

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