Doubtful Sound, Dunedin

Ich lasse wieder Petra zu Wort kommen, sie schreibt viel interessanter (und schneller) als ich 😉

———[ Post von Petra 🙂 ]———

Wir waren gegen 17:30 Uhr in Dunedin und haben uns fuer die naechsten 2 Naechte in einem kleinen Hostel fuer umgerechnet 27 EUR pro Nacht eingerichtet. Im Supermarkt waren wir auch schon und haben in der City von Dunedin endlich ein Internetcafe gefunden, was so unseren Vorstellungen entspricht – lange Oeffnungszeiten, ordentlich schnelle und genuegend PCs und bezahlt wird hinterher 🙂

Anschliessend wollen wir vielleicht den Abend beim Inder beschliessen. 🙂

Aber jetzt der Reihe nach. Unser kleiner Abstecher per Schiff in den Doubtful Sound war wirklich schoen, obwohl das Wetter durchwachsen war. Ich kenn ja die Fjorde von Norwegen, aber es ist immer wieder faszinierend, was die Natur da hingezaubert hat. Dir Reise ging per grossem Motorboot zuerst ueber den Lake Manapouri (45min.) und danach per Bus (30min.) ueber eine Passstrasse zur Anlegestelle am Doubtful Sound. So einfach von Land kommt man da gan nicht ran.

Doubtful Sound Die Strasse war uebrigens zu ihrer Entstehungszeit die teuerste Neuseelands, da kostete der Zentimeter 2 Dollar! Es ging dann neben der Strasse auch gleich richtig zur Sache – tolle Vegetation (Regenwald) und viele Wasserfaelle. Und da waren wir noch nicht einmal auf dem Schiff! Dort angekommen gab es zuerst die wichtige Sicherheitseinweisung – wo sind die Schwimmwesten usw.. Anschliessend wurden die Kabinen bezogen….uuups….wir hatten ja gar keine Kabine! Die waren sicher schon Wochen/Monate vorher ausgebucht. Wir reisten “ obschzi“ . Alle Russlanderfahrenen wissen schon, was ich meine. Fuer die anderen kurz–> 4er Kabine und vorne nur ein Vorhang (den gab es in den russischen Eisenbahnwagen nicht mal!). Wir teilten uns die Kabine mit einem aelteren Ehepaar. Aber es waren auch Rucksacktouristen – wie fast alle im Unterdeck – und so gab es keine Probleme. Geschnarcht haben wir auch alle……was solls…..

Doubtful SoundAm Nachmittag war volles Programm auf dem Schiff mit vielen Erklaerungen der tausend Wunder „am Wegesrand „. Spaeter hatten wir dann die Wahl zwischen umsteigen in ein kleines Motorboot fuer ca. 15 Leute oder Kajakfahren (alleine) oder schwimmen im Fjord (da war die Besatzung alleine im Wasser und alle anderen schauten zu…uns war es zu kalt). Wir beide haben uns fuer das kleine Motorboot entschieden, bekamen „tolle“ Rettungswesten uebergezogen und sind in das schaukelnde Beiboot umgestiegen. Ein Foto von uns beiden mit Rettungsweste gibts nach dem Urlaub. Habe kein Kabel mit ins Internetcafee genommen. Im Beiboot sind wir dann ganz dicht ans Ufer gefahren, konnten 400 Jahre alte Baeume bestaunen, die sich an den Felsen mit ihren Wurzeln festhalten und den Voegeln beim Flirten zuhoeren. Ist ja immerhin Fruehling in Neuseeland! Die Vegetation in den Fjorden ist anders als ich sie von Norwegen kenne, weil die Fjorde hier nicht soweit am Polarkreis liegen.

Doubtful SoundNach der Rueckkehr von den kleinen Ausfluegen war der neuseelaendische Intelligenztest gefragt. Im grossen Vorraum zu unseren Schlafkojen wurden Waeschetrockner aufgestellt, um die feuchten Klamotten zu trocknen. Und ich…. ICH, Petra Mellenthin aus Deutschland, habe einer Neuseelaenderin erklaert, wie man diesen Waeschetrockner aufstellen muss 🙂 🙂 🙂 …. naja, vielleicht war sie ja auch woanders her, sprach jedenfalls fliessend englisch und kam mit dem Metallgestell nicht klar.

Getting some fresh waterUnd was folgt nach so einem feuchtfroehlichen Ausflug????? na klar, es gab eine leckere Suppe. Dir Kueche war ueberhaupt super und auch gut auf Vegetarier eingestellt. Nach der Suppe und dem Aufwaermen mussten/wollten wir alle wieder raus und Natur gucken. Und es hat sich gelohnt, denn nach einer kur zen Fahrt ueber die offene See (puuuuh, ist mir auch trotz Reisetablette nicht bekommen) gab es Seeloewen und Pinguine zu sehen. Och Gottchen waren die Punguine klein 🙂 Man hat immer die Kaiserpinguine vor Augen und denkt, alle Pinguine seien so gross. Aber ob gross oder klein, ein Schiff kam vorbei und man musste doch mal neugierig schauen, wer da an Bord war. Es passiert ja ansonsten nicht wirklich viel in so einer Kolonie, ausser wer mit wem…..usw. 😉

Am besten haben mir aber die Albetrosse im Flug gefallen. Das sind ja so elegante Segler! Traumhaft schoen!!!!!! Leider haben sich keine Delfine sehen lassen. Die gibts auch im Fjord und sie sind wohl auch sehr standorttreu. Nun ja….es muss ja auch einen Grund geben, noch einmal hierher zu fahren.

Inzwischen hatte die Besatzung ein schoenes Abendbueffett gezaubert und wir liessen es uns gut schmecken. Ich habe neuseelaendisches Lamm genossen und leckeren Nachtisch. Wir hatten im Laufe des Nachmittages die Bekanntschaft mit einem netten Ehepaar aus Queenstown gemacht. Die Frau hatte ihrem Mann zu seinem 60. Geburtstag diese Tour geschenkt. Er hatte vor vielen Jahren in der Naehe des Doubtful Sounds gearbeitet und war seit dem noch nicht wieder dort. Die beiden waren sehr nett, haben uns ueber Kleinigkeiten bei der Verstaendigung hinweggeholfen und die Speisen erklaert. Und auch so war die Unterhaltung sehr nett.

Aber gegen 22 Uhr sind wir dann alle muede ins Bett gefallen, nachdem uns gesagt wurde, dass es von 7-8 Uhr Fruehstueck gibt und wir dann bitte auch die Kojen und Kabinen raeumen mussten. Da wurde dann schon fuer die naechste Tour gereinigt und die Betten frisch bezogen. Das Personal arbeitet 7 Tage durch und hat dann 7 Tage frei. Diese 7 freien Tage brauchen sie auch, schon alleine um Sonne aufzutanken, denn in den Sounds regnet es seeeeeehr oft. Wie sollte sich sonst auch ein Regenwald entwickeln.

Heute hat es auch geregnet, was aber den Naturgenuss nicht eingeschraenkt hat. Gegen 12 uhr waren wir wieder in Manapoui und sind ins Auto gefluechtet und erst einmal losgefahren, um den Sandfliegen zu entkommen. Die eine oder andere hat mich trotzdem eingeholt……

Eigentlich wollten wir heute gar nicht bis Dunedin durchfahren, aber das nette Ehepaar hatte uns von einem Zwischenstop abgeraten und emfpohlen,lieber mehr Zeit in dieser Stadt zu verbringen. Ist ja auch mal schoen, wenn man nicht gleich wieder alles einpacken muss und einmal gaaaanz gemuetlich fruehsteucken kann. Einkaufen waren wir ja schon 🙂

Auf der Reise quer ueber die Suedinsel hat man alle Klischees von Neuseeland, die zu Hause so herumgeistern, gesehen –> gruene Weiden und viiiiiiele Schafe und sonst nicht viel in den kleinen Orten.

Ueber Dunedin berichte ich Euch morgen. Es ist jedenfalls wegen der schachbrettartigen Anlage sehr einfach, sich zurecht zu finden.Ansonsten gehts hier schottisch zu. Ob ich wohl Thomas zu einem Besuch in einem Pub ueberreden kann??????
———-[ Post von Petra ]———

Eine Antwort auf „Doubtful Sound, Dunedin“

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