Krabi

Nachdem ich den letzten Eintrag im Bahnhof von Bangkok getippt habe (Internet zum Spottpreis: 200 Bath/Stunde 😉 ) suche ich mir noch etwas Essbares für die Reise. Wie immer ein großes Problem: es gibt entweder nur abgepackten Junkfood, Kekse oder Fleischhaltiges. In meiner Verzweiflung gehe ich zum Dunkin‘ Dounuts, und kaufe Butterdonuts. „ninty bath“ wow, das sind ja Preise wie zu hause. Gemeint war aber „ninteen bath“, wie ich beim Bezahlen feststelle.
Die Dounuts sind ultra-süß und man muss nur ein paar Krümel essen, um satt zu werden.

Zugfahren ist in der Tat sehr unterhaltsam. Man sitzt sich auf 1er Sitzen gegenüber und fragt sich die ganze Zeit, wo eigentlich das Liegeabteil ist.
Abends kommt dann ein freundlicher Bahnmitarbeiter um die Sitze zu Liegeflächen umzufunktionieren und aus der Decke die oberen Liegen runterzuklappen. Nach wenigen Handgriffen sieht es sehr gemütlich im Wagen aus und ich kann mich zum lesen ausstrecken.

Ich weiss, dass ich um 6:27 Uhr in Surat Thani ankomme, es scheint aber keine Ansagen der nächsten Station zu geben. Ich frage einen der vielen Menschen, die in Uniform durch den Zug rennen. Er spricht gar kein Englisch und ich kann ihm auch nicht begreiflich machen, was ich möchte. Mein Thai-Phrasenwörterbuch hat zwar die richtige Frage („Können Sie mir bitte Bescheid sagen, wenn wir in Surat Thani ankommen?“), aber scheinbar nicht die richtige Antwort. Zum Glück spricht eine mitreisende Frau Englisch und sichert mir zu, rechtzeitig Bescheid zu sagen: „don’t worry“.

Das klappt auch soweit ganz gut, ich stolpere aus dem Zug in den Bus, der erstmal zur Fähre fährt. Dort werden die einen Touristen in die Fähre nach Ko Samui geladen, die anderen in einen neuen Bus nach Krabi.
Es geht hier wesentlich touristischer zu, man zeigt sein Ticket und bekommt einen bunten Aufkleber an die Brust geklebt.
In Krabi das gleiche Spiel, ich bezahle 30 Bath für ein „Taxi“ zum Hotel und bekomme einen neuen Aufkleber.

Das Hotel ist soweit in Ordnung. Ich versuche mich nach dem Duschen zu erkundigen, welche Ausflüge möglich sind und ob ich irgendwo einen Moped mieten kann.
Andrew, mit dem ich bereits telefoniert habe um mein Zimmer zu buchen, ist sehr hilfsbereit und breitet diverse Prospekte vor mir aus. Ein Moped kann er auch vermitteln, es wird sogar ins Hotel gebracht.

Der Mitvertrag ist jedoch eine Ernüchterung. Ich hatte explizit nach einer Versicherung gefragt. Jeder bestätigt mir, „yes with insurance“. Im Vertrag steht nichts davon, ich bin für alle Schäden verantwortlich und wenn das Bike gestohlen wird, kostet mich das 40.000 Bath. Tolle Wurst. Der Vermieter ist zwar freundlich, kann oder will mir aber keine Versicherung anbieten. Ich lasse das erstmal sein, der Vermieter fährt von dannen.
Ich rede noch etwas mit Andrew und er erklärt mir, dass Versicherungsbetrug hier oft stattfindet, der Kunde meldet das Moped gestohlen und verkauft es z.B. in Burma. Das lohnt sich aufgrund der geringen Selbstbeteiligung.
Es funktioniert auch umgekehrt: der Vermieter stielt sein eigenes Moped um den Kunden die 40.000 Bath aus der Tasche zu ziehen.

Als ich zu Fuß in die Stadt will, um nach anderen Vermietern zu suchen, regnet es erstmal und ich habe Zeit für einen kleinen Blogeintrag 😉

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