Archiv für den Monat: März 2004

Chaosradio zum Thema Spam

Heute kommt wieder Chaosradio auf Fritz, diesmal geht es um das leidige Thema Spam:

Wo kommt eigentlich der ganze Penisverlängerungs-Viagra-Re:Your Document-Müll her, der täglich unsere elektronischen Postfächer zumüllt? Warum ist Spam immer noch wirtschaftlich interessant obwohl jeder die Mails vor dem Öffnen löscht? Mit welchen Methoden gehen die Spammer vor, um ihren Müll in die Postfächer der User zu schicken.
Helfen Gesetze und drakonische Strafen? Was kann auf technischer Seite noch geleistet werden und wie kann sich der Endbenutzer gegen eine vollgemüllte Inbox schützen. Welche Alternativen zu Email gibt es? Und warum sollte ich nicht voreilig den Absender einer Spam- oder Virus-Mail anpöbeln.

Und ihr wundert euch, dass es euch schlecht geht?

Nach der Klage der IFPI gegen einzelne Tauschbörsennutzer fordert der Chaos Computer Club zum Boykott der von der IFPI vertretenen Musikverlage auf. Die Branche solle nicht den Nutzern die Schuld geben, wenn sie selber den Beginn des Informationszeitalters verschlafen und es versäumt hat, ihr Geschäftsmodell an die digitale Welt anzupassen. [mehr beim CCC]

Tonimor rechnet nach

Angela Merkel: “So kriegt man doch dieses Land nicht wieder an die Spitze, liebe Freunde! Ja, liebe Freunde, wenn wir alle Reichen vertrieben haben, dann sind die Armen ärmer, auf diesen Pfad möchte ich mich nicht begeben mit einer verantwortungsvollen Politik in diesem Lande.”

In der letzten Monitor-Sendung gab es einen sehr interessanten Beitrag zu den Steuerplänen der CDU/CSU. Anhand von drei Beispielsteuerzahlern wurde deutlich gemacht, was die Union plant: Vielverdiener entlasten, Wenigverdiener belasten.

Die Umsetzung dieser Ungerechtigkeit traue ich Frau Merkel zu, die Steuererklärung auf dem Bierdeckel halte ich für Utopie. Trotzdem ist der er das Hauptargument der Union, vermag es doch Wähler aller Schichten zu überzeugen.

Bleibt zu hoffen, dass genügend Leute im Lande rechnen können – selbst bei den Lotto-Spielern habe ich noch zuversicht – und beim Urnengang der schwarzen Garde einen Strich durch die Rechnung machen.

Infiziert

Philet0ast3r geht es, sagt er, um Verschlüsselung und Schönheit. Einen Virus zu schreiben sei mit einer Kunst vergleichbar. Der Code muss kurz und effizient sein, wie ein eindringliches Gedicht. [...] »Für mich ist ein Virus«, sagt er, »schon so eine Art von Lebewesen«.

Sabine Magerl in der Zeit über Vireprogrammierer. [gefunden von Stefan]

The working poor: Invisible in America

Kaum Verständnis zeigt Shipler für Konzerne wie Wal-Mart, die Angestellte in dead-end jobs mit miserablen Aufstiegschancen festhalten und zugleich Milliardenprofite einfahren.
In einer Passage fragt Shipler einen Filialleiter, ob es nicht möglich wäre, Menschen wie Caroline Payne ein paar Dollar mehr pro Stunde zu zahlen. Doch, antwortet der – die Gewinne würden wohl ausreichen. “Aber wir müssten bei anderen Dingen sparen. Vielleicht können wir dann nicht mehr die ganzen hübschen Ballons überall im Geschäft aufhängen.”

Der Spiegel über das Buch “The Working Poor: Invisible in America” von David K. Shipler.

Der kleine Vampir

Und meine Eltern, die regen mich auf
Die sind nur böse und scheiße drauf
Sie trinken Blut, was ich nicht mag
Und hör’n Black Metal bei Nacht und Tag

Doch ich hör lieber die Tekkno-Schlümpfe
Seh’ lieber Blümchen, als tote Rümpfe…

J.B.O. – Der kleine Vampir.

How to Interview a Programmer

Früher oder später sitzt man selbst auf der anderen Seite des Tisches und muss die Entscheidung fällen, welcher Bewerber für die Stelle geeignet ist.
Bill Venners beschreibt in seinem Artikel “How to Interview a Programmer” gute Techniken und Fragen um den Bewerber besser kennen zu lernen.

Burn Baby Burn!

Dabei hätte ich für die alten Aufnahmen von Joan Baez und Hannes
Wader gerneo noch ein paar Euro mehr gezahlt. Das ist halt Musik von
echten Künstlern und keine Lärmbelästigung von amokfahrenden
Gurkenlaster-Mördern
.
[heise forum]

Die alte Diskussion. Was dürfen wir noch kopieren, warum können wir es trotzdem nicht…
Das Argument, dass man für gute Musik Geld ausgeben würde ist schon richtig, aber ich sehe es bei mir selbst – die sorgfältig zusammengestellte Einkaufsliste dezimiert sich dank Privatkopien eheblich. Letztendlich kaufe ich noch die Musik, die auf keinem anderen Wege aufzutreiben ist. Der antrainierte Geiz lässt einen so schnell nicht los…

Schulmädchenseuche

“Ich hab’ dann eine SMS bekommen. Und die haben mich nach meiner Adresse gefragt. Danach habe ich das Handy aus gemacht”, erzählt Alexander Neubauer. Als Alexander das Handy nach drei Tagen wieder einschaltete, rief ihn ein angeblicher Mitarbeiter der Deutschen Telekom an. Der Mann wollte Alexanders Adresse. Er droht dem Jungen mit der Polizei, weil er sein Handy ausgeschaltet hatte. Der verunsicherte Junge gab seine Adresse heraus. Kurze Zeit später kam eine Rechnung der Firma D-SMS.

Die Abzocker-Methoden werden immer dreister, berichtet Plusminus. Neu für mich: der Chatpartner wird von der Betreiberfirma gestellt – das erinnert an BTX-Zeiten.

Frau Merkel ist auch schon von der Seuche befallen, sie ließ sogar die Roulladen anbrennen!

“Ich kann heute nicht bei dir schlafen, mein Akku ist gleich alle.”

Die Spiegel in einer interessanten Analyse über moderne Kommunikationsformen und ihre Folgen unter Jugendlichen.
Man sammelt Angebote, lässt sich bitten, sondiert den Markt – alles offen bis zum letzten Moment. Das Verabreden, einst ein denkbar schlichter Vorgang, hat sich verwandelt in ein schier endloses Spiel des Zögerns, Umwerbens und Hinhaltens. [via Kristians wunderbare Welt von Isotopp]

Rock gegen das Stadtschloss

Die Kampagne Rockt mal wieder:
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Am Samstag, dem 26.06.04 steigt in der Potsdamer Innenstadt vom Nachmittag bis in die Nacht das Musikfestival „Rock gegen das Schloss“.

Dazu sind die Musizierenden aus Stadt und Umland eingeladen, sich mit einem eigenen Konzertbeitrag zu beteiligen. Von armseliger ABBA-Imitation bis zum gigantomanischen Zupfgeigenorchester ist uns jede Bewerbung willkommen.

Es gibt nichts zu verdienen, aber eine große Bühne, viel Spaß und eine tobende Zuschauermenge.

Wer Lust hat, kann sich *bis zum 25. April 2004 *bei uns melden. Es genügt, kurz mitzuteilen, welches Repertoire Ihr draufhabt und wie lange Ihr spielen möchtet.

Bitte legt eine CD oder Kassette bei und vergesst die Telefonnummer für Rückfragen nicht. Künstlerische Beiträge, in denen Ihr Eure Abneigung gegen Preußen und das Stadtschloss herausposaunt, sind sehr erwünscht.

Wir behalten uns ausdrücklich vor, aus den Zuschriften eine Auswahl zu treffen.

Rock On!

Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste u. Militär
Lindenstr. 47, 14467 Potsdam
Tel: 280 50 83
Fax: 237 02 72
e-mail: RockOn (komischesZeichen) kampagne-potsdam (punk) de
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