September

Die erste Amtshandlung des Monats: dem zukünftigen Bad ein Fenster verschaffen.

Die nächste Aktion: den südlichen Teil des EG – das ist der Teil, der in den 60ern mit Hohlblocksteinen „saniert“ wurde – mit Perimeterdämmung versehen.

Problem: die Fundamentsteine ragen ein Stück heraus. Wir wissen nicht nicht so richtig, wie wir die Dämmung dann anschließen.

Ok, erstmal aufmachen und nachsehen.

Ein weiteres Problem: auf dem westlichen Nachbargrundstück liegen diverse große Steine im Weg. Zum Glück sind die Minions mit vollem Elan dabei.

Nächster Programmpunkt: vom alten Putz die letzen Tapetenreste abweichen. Ein großer Spaß für die ganze Familie.

Wir entfernen nur den Putz, der lose ist und den von Feuchtigkeit geschädigten Teil unten. Dann kommt insgesamt eine Schicht Gipsputz drauf. Dafür muss aber alle Tapete runter, sonst fällt der neue Putz wieder von der Wand.

Unschöne Überraschung: im Schlafzimmer sind die Deckenbalken etwas gammelig.

Erstmal runter mit dem Putz für eine genaue Diagnose.

*Hust* *Hust*

Draußen ist inzwischen das Haus ringsum frei gelegt. Wir lassen gleich noch ein Drainagerohr verlegen. Wenn der Graben einmal auf ist, kostet das auch nicht viel mehr.
Wir sind etwas panisch wegen des Wassers. Vermutlich hat jede Erneuerung der Straße das Niveau etwas erhöht. Damit stand Wasser von der Straße oft am Haus an und konnte die Feuchteschäden verursachen.
Falls das Wasser jedoch vom Hang kommt – auf der anderen Straßenseite ist ein Brunnen – kann die Drainage anstehendes Wasser ebenfalls ableiten. Insgesamt das unwahrscheinlichere Szenario, aber sicher ist sicher.

So, Dichtschlämme ist auch dran, Wasser sollte jetzt nicht mehr das Problem sein.

Das Fließ verhindert, dass feine Bestandteile aus der Erde ins Rohr wandern und es mit der Zeit verstopfen.

Die Drainage geht einmal um die Süd- und Westseite des Hauses und vereinigt sich dann mit dem Ablauf der Regenrinne.

Dann kommt noch die Perimeterdämmung dran.

Drinnen wüte ich derweil und versuche im bröckeligen Putz Kabel zu verlegen. Normalerweise kann man einfach mit ein paar Nägeln das Kabel in der richtigen Position halten es dann mit einem Klecks Gips befestigen. Aber ohne Putz lande ich direkt in den Hohlblocksteinen – dort klopfe ich die Nägel eher krumm. Selbst in den Fugen ist kaum ein Nagel reinzubekommen. Ich fluche vielfältig.

Im Gasbeton in es dagegen total entspannt, weil der Stein relativ weich ist.

Irgendwann halten dann die Kabel. Zum Glück kommt Putz drüber und keiner sieht, was ich da hingepfuscht habe.

Auch so eine nervige Arbeit, um die ich mich immer gedrückt habe: Im Stall hängt ein Brett an der Decke halb im Putz. Ich muss erstmal den Putz runter klopfen und dann versuchen mit Nageleisen und Hebelgesetzen das blöde Brett zu lösen.

Nach dem Regen kommt die Sonne.

Dann geht’s dem Balken in der Küche an den Kragen. Unter dem verrußten Lehm ist verrußtes Holz, vermutlich weil es zum Schutz vor Holzschädlingen „angebrannt“ wurde.

Zur Erholung widme ich mich den wirklich wichtigen Dingen im Leben und lege schon mal ein paar Netzwerkkabel. Die Tante soll ja immer genug Bits haben.

Die Decke im Flur wird abgehängt. Genug Platz um alle Kabel und Deckenspots ect.
unterzubringen.

Küche und Bad bekommen noch Abluftöffnungen. Eine schöne Gelegenheit das Kernbohrgerät wieder zum Einsatz zu bringen.

Das zukünftige Bad hat eine Fensteröffnung bekommen. Was fehlt, ist ein Sturz.

Zack.

Nervig: Dosen setzen. Zum Glück hilft B. Er hat die Konsistenz vom Gips raus und bekommt in der kurzen Zeit, in der der Gips es zulässt, die Dosen in allen drei Achsen gerade eingesetzt.

Wichtig bei Elektro: immer alles gut beschriften. Meine Nomenklatur ist Etage (Erdgeschoss, Obergeschoss, Dachgeschoss, Außen), dann Raumnummer (einmal im Uhrzeigersinn alle Räume durchnummeriert), Minus, Typ (Antennenkabel, Binäreingang, Steckdosen, Netzwerk, …), Nummer. Total logisch.

Wir blicken also auf das Antennenkabel 1 und 2 für Raum 2 im Ergeschoss – das Schlafzimmer vom Tantchen.

Profis benutzen diese tollen Abrollgeräte für Kabeltrommeln. Ich hingegen …

Interessenkonflikt: Balken vs. Dose. Ich weiß ja wie die Balken oben aussehen, da wurde ohne Rücksicht auf Verluste Platz geschaffen für Kabel und Dosen. Mein Dogma ist daher: keine Balken schlitzen, keine Dosen in Balken.

Neben der Tür soll aber potentiell ein Schrank stehen, d.h. ich kann den Lichtschalter nicht so weit in den Raum schieben, wie es der Balken erfordern würde. Außerdem sind in der Wohnung alle Lichtschalter und Dosen in Abstand X von der Türöffnung verbaut… Es kam, wie es kommen musste.

(Natürlich steht an der Wand bis heute kein Schrank…)

Der Balken ist soweit frei gelegt und vielleicht hole ich noch mehr lose Lehmbrocken von der Decke, weil es so einen Spaß macht.

Der Sturz über der Eingangstür ist auch von eher mangelnder Qualität. Die Steine darüber sind ebenfalls locker. Also – weg damit.

Z. konstruiert eine Schalung, biegt Stahl, mischt Beton…

und schon haben wir einen neuen Sturz incl. eingelassener Gewindestangen, an die Kanthölzer geschraubt werden sollen, damit man ggf. später ein Vordach montieren könnte.

(Natürlich montieren wir dort nie ein Vordach…)

Die Eingangschwelle wird auch gleich noch saniert. Wie üblich mit Schalung, Stahl, Beton und großer Genauigkeit.

Und vielen kleinen Helfern natürlich.

Temporär wird ein neuer Rahmen konstruiert, damit die alte Tür nochmal eingebaut werden kann. Soweit hätte ich gar nicht gedacht, aber wir können das Haus ja nicht mit Flatterband absperren.

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