Was ich gerade so mache

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Bloggen jedenfalls selten. Die Kollegen haben immer gefragt „…und wie lange bist Du dann nochmal im Urlaub?“. Ich pflege dann immer ernst zu gucken und sage „Elternzeit, nicht Urlaub. Ich erziehe meine Kinder“. Hätte die zwei Monate mal in den Winter legen sollen.

Überhaupt, so lange ist das gar nicht. Meine Freundin kann 12 Monate blau machen, darüber wundert sich auch keiner 🙂

Also was mache ich eigentlich den ganzen Tag? Fotos mache ich viele. Nur keine, die ich hier posten kann. Hochzeiten. Unser jüngstes Kind wurde getauft.

Ach ja, die Kinder. Irgendwo zwischen Lachanfall und Nervenzusammenbruch marodiert man so durch den Tag. Trotz ausgefeilter Logistik sind wir auf Tagesausflügen bepackt, wie andere bei der Besteigung eines Achttausenders. Aber es ist großartig dabei zu sein, die ganzen Highlights mitzuerleben. Die Flugzeuge gestern, ganz nah und ganz laut. Mit Propeller „der dreht sich!“. Die Dampflok heute, die zischt und pfeift und pufft. Wenn einem ein 26 Monate altes Kind mit seinem begrenzten Wortschatz in aller Ausführlichkeit das Erlebte beschreibt, ist das so eine Mischung aus zufriedenem Grinsen und stolz geschwellter Brust.

Dann freue ich mich aufs Fahrrad fahren. Ich bin voll angefixt und kann nicht genug Kilometer treten. Unsere Fahrräder sind eher Lowtech, aber um so größer ist der Spaß. Der Plan sind mindestens 300km, wenn es gut läuft auch 600km. Solo sicherlich ein klax, aber mit zwei Anhängern – einer für die Kinder, einer für’s Gepäck – schon eine Herausforderung.
Ich rechne schon ständig Durschnittsgeschwindigkeiten aus um planen zu können. Egal wie ich es drehe, mehr als 13km/h werden es nicht. Naja, kleine Etappen, wir haben ja Zeit. So lange wir regelmäßig an einer Waschmaschine vorbei kommen, ist alles gut.

Tja, Wäsche waschen ist auch so ein großes Hobby geworden. Das große Kind trocken zu bekommen und dabei eine Reise mit Minimalgepäck zu unternehmen… Abenteuer pur.

Dann griffel ich noch Tag und Nacht an meinem neuen Telefon rum. Nach drei Jahren Symbian-Masochismus war ich dann von den vielen Apple-Werbemaßnahmen überzeugt und hab mir ein google-Phone geklickt. Die Usability ist unterhaltsam (und um Welten besser als alles was ich von Nokia kenne), aber die vielen Features und theoretischen Möglichkeiten überwiegen die Patzer in der Bedienung. Aber zu dem Thema muss ich nochmal ein richtiges Review schreiben, im Moment bin ich noch am entdecken und staunen (und fluchen).

Hier wäre jetzt Platz für ein Fazit. Ich sage mal: Kinder fetzen, legt los und macht Euch welche. Ist ganz einfach und man hat dann viel Spaß.

5 Antworten auf „Was ich gerade so mache“

  1. Hi Melle,

    find ich richtig gut geschrieben, sprichst mir aus der Seele. Bis auf das mit dem Fahrrad fahren 😉 heftig!! Habt Ihr Euch ja ordentlich was vorgenommen. Bin auf den Erfahrungsbericht gespannt. Ich werde morgen mal schauen wie man aus dem „Kid for 1 Cruiser“ eine Gepäckkiste basteln kann wo ne Menge Wäsche rein passt. Wünsche Euch viel Erfolg und kommt heil wieder Heim…

    Gruß Bernd

  2. „Irgendwo zwischen Lachanfall und Nervenzusammenbruch marodiert man so durch den Tag.“
    Treffend zusammengefasst. Daß Kinder fetzen, kann ich auch nur bestätigen. Aber gelegentlich überwiegen dann irgendwann auch mal andere Sachen als Spaß. Und ganz einfach ist es auch nicht immer.
    Man wächst halt mit den Kindern in die neuen Aufgaben. In die einen leichter, gegen manch andere sträube ich mich (als quasi Fortgeschrittener) immer noch…

    Welches hoogle-Phone hast du dir denn zugelegt?

  3. grapf :

    Welches hoogle-Phone hast du dir denn zugelegt?

    Ein Nexus One. Das Review dazu liegt hier noch in der Schublade… ich muss mal Zeit finden, es fertig zu schreiben 🙂

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