Ich lese viel englische Texte und bin dank “Finer Things in Mac” auf ein Feature gestoßen, das mir beim Lesen sehr weiterhilft: der Shortcut CTRL + CMD ⌘ + D.
Damit kann man in jeder Cocoa-Applikation (z.B. Safari) das Wort unter dem Mauscursor im Mac OS X eingebauten Wörterbuch nachschlagen. Als Standard wird das New Oxford American Dictionary mitgeliefert, das nur von Englisch nach Englisch “übersetzt”. Zum Glück gibt es Abhilfe: das BeoLingus Dictionary-Plugin Deutsch/Englisch ermöglicht die Übersetzung von Englisch nach Deutsch und umgekehrt.
Nach der Installation des Plugins und dem Neustart der Dictionary-Anwendung muss jetzt nur das Deutsch/Englisch Wörterbuch als erstes Wörterbuch festgelegt werdem. Dieses wird bei CTRL + CMD ⌘ + D verwendet, die anderen Wörterbucher sind Fallback, wenn das Wort nicht gefunden wird. Die bevorzugte Reihenfolge der Wörterbücher kann man in den Einstellungen von Dictionary.ap festlegen. Einfach das “German-English” Wörterbuch vom Ende der Liste an den Anfang der Liste ziehen…

…und schon muss man nie wieder die Anwendung wechseln, nur um ein Wort nachzuschlagen:

Ich habe heute zu meinem Erstaunen festgestellt, dass man HFS+Volumes – dem Fall meine externe USB-Platte – nicht unter Linux beschreiben kann. Nachdem ich google eine Weile mit Suchbegriffen (“Read only filesystem” “hfsplus”) beworfen hatte, kam auch ans Licht, woran das liegt.
Linux kann schon HFS+-Volumes beschreiben, allerdings nicht, wenn diese journaled sind. Die Lösung, das Journal abzuschalten, ist für mich akzeptabel. Unter Mac OS X geht das am schnellsten auf der Kommandozeile:
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| $ sudo /usr/sbin/diskutil disableJournal /Volumes/BACKUP |

Kurz und schmerzlos: iMac white, 20 Zoll Display, keine Pixelfehler, 2 GHz core duo, 2 GB Ram, 250 GB Festplatte, mehr technische Details bei everymac. Tastatur der Marke “Krümelschublade” und die tolle magnetische Apple Remote sind natürlich dabei.
War mein treues Arbeitspferd in den letzten 2.5 Jahren und ist nach wie vor eine geniale Surf- Multimedia- und Photoshop-Maschine. Ich trenne mich nur unter großen Schmerzen davon, ein realistisches Gebot per Mail kann meine Trauer jedoch mildern. Ansonsten kommt der Rechner Montag zu ebay.
Nachdem mein Mac permanent an der Kotzgrenze war, habe ich heute kurzerhand Mac OS neu installiert. Man sollte ja nicht denken, dass soetwas notwendig ist und Erfolg bringt. Aber die Kiste ist jetzt genau 3 Jahre alt, hat diverse Software übergebügelt bekommen, ein Upgrade von 10.4 auf 10.5 hinter sich und war bei der täglichen Arbeit dauernd am swappen.
Also DVD rein und alles neu macht der Mai. Interessant finde ich, wie schnell man wieder arbeitsfähig ist. Einerseits, weil natürlich der meiste Kram sowieso im Netz liegt, aber auch, weil ich schätzungsweise nur 20% der installierten Applikationen genutzt habe. Der Rest fällt in die Kategorie “einmal ausprobiert, nie wieder angefasst”.
Ich habe deswegen auch nicht das Timemachine-Backup zurückgespielt, sondern mir selektiv die Daten wieder geholt, die ich wirklich brauche. Ansonsten bestände die Gefahr, sich den unbekannten Speicherfresser gleich wieder an Board zu holen.
Cool auch, dass man sich die vormals installierten Anwendungen einfach wieder vom Backup mit dem Finder zurückkopieren kann. Würde ich alle Programme nochmal downloaden müssen, wäre ich jetzt noch lange nicht fertig. Aber so: drag, drop fertig.
Das Resultat ist ziemlich überwältigend, nach 12 Stunden uptime und diversen Klickorgien ist nach wie vor 1 von 2 GB Speicher verfügbar. Das war vorher vielleicht der Zustand kurz nach dem Booten.
Einziger Nachteil: das Argument, warum ich unbedingt einen Mac Pro brauche, ist natürlich erstmal wieder vom Tisch
I watermark my photos in my photoblog using a little script (yes, I know this…). My workflow so far was
- export the photos from Lightroom
- open finder, go to the export directory
- open a shell in the directory
- run my watermark-script for the exported pictures
Well, this is annoying. But there is a gentle solution: Platypus! This great piece of software turns every Shell/Python/Perl/Whatever script into a little Mac-Application which can be used as export action in Lightroom.
To create your own export action using Platypus, just open the application and point it to the script path using the “Select” button. Platypus is smart and will fill in more essentials:

Now press the “Create” button and select the Lightroom Export Actions directory. It is usually
/Users/yourname/Library/Application Support/Adobe/Lightroom/Export Actions
Open Lightroom, select the pictures you want to export and press the Export-button (or Command Shift E). At the bottom of the export dialog you find the postprocessing options. The “after export” combobox should now display the newly created export action:

Now press “export” and watch what happens:

That’s it. Great isn’t it?
Here is my watermark-script. It needs exiv2 and imagemagick:
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| #!/usr/bin/python
import sys
import re
import os
import subprocess
import string
import shutil
# path exiv2 executable
EXIVBINARY="/usr/local/bin/exiv2"
# path composite executable (from imagemagick)
COMPOSITEBINARY="/opt/local/bin/composite"
# watermark image
WATERMARKFILE="/Users/melle/Pictures/watermark/Watermark2.png"
for filename in sys.argv[1:]:
if not os.path.exists(filename):
print filename + " does not exist!"
continue
# extract some strings from the filename
pathRe = re.compile( '^.*\/')
plainFilename = pathRe.sub( '', filename)
baseFilename = string.replace(plainFilename, ".jpg", "")
newFilename = "mark_" + plainFilename
newMetaFilename = "mark_" + re.compile('\.[jJ][pP][gG]').sub('.exv', plainFilename)
print "Tagging " + plainFilename
# get the path - if available
m = pathRe.search(filename)
if m:
pathname = m.group()
else:
pathname = ""
# backup metadata to exv-file
p = subprocess.Popen(EXIVBINARY + " -f ex \"" + filename + "\"", shell=True)
sts = os.waitpid(p.pid, 0)
# mv "$BASENAME.exv" "$NEWMETAFILENAME"
shutil.move(pathname + baseFilename + ".exv", pathname + newMetaFilename)
# add watermark
p = subprocess.Popen("/opt/local/bin/composite -unsharp 2.0x1.4+0.6+0.05 -dissolve 30 -gravity southeast -geometry +25+25 \"" + WATERMARKFILE + "\" \"" + filename + "\" \"" + pathname + newFilename + "\"" , shell=True)
sts = os.waitpid(p.pid, 0)
# restore metadata
p = subprocess.Popen(EXIVBINARY + " -f in \"" + pathname + newFilename + "\"", shell=True)
sts = os.waitpid(p.pid, 0)
# delete metadatafile
os.remove(pathname + newMetaFilename)
# open file in finder (mac only)
p = subprocess.Popen("/usr/bin/open -a Finder \"" + pathname + "\"", shell=True) |
Die nightly builds von WebKit (aka Safari) haben Squirrelfish, eine neue JavaScript-Engine, an Board. Das Teil ist verdammt schnell. Benchmark-Balken sind das eine, aber wenn typische Browser-Killer plötzlich butterweich laufen, fällt man echt ins Essen.
Mein Favorit für soetwas ist die OLSR-Viz in der Freifunk-Firmware. Wenn das eine halbe Stunde im Firefox läuft, kann man den Prozess eigentlich nur noch killen.
Wer es selbst ausprobieren möchte, kann ja das Viz von meinen Router nehmen. Die Metrik kann ruhig auf 8 erhöht werden und den Vergleich zwischen den verschiedenen Browsern sollte man auch mal machen.
Andere Javascript-Lastige Seiten, z.B. alles aus dem Hause google, sind jetzt deutlich flüssiger zu bedienen. Ich bin echt begeistert. Noch schnell Adblock für Safari installieren und schon kann der lahme Firefox in Rente geschickt werden
[via]
Wenn das offizielle isync-Plugin von Nokia sich beschwert, dass man zuerst isync aktualisieren soll, obwohl man die geforderte isync-Version 2.4 installiert hat, dann sollte man sicherstellen, dass isync wirklich im Ordner “Programme” installiert ist (und nicht in einen Ordner unterhalb verschoben wurde).
“Ironically, to make Firefox your default browser under Mac OS X, you have to run Safari, select Preferences, and set Default Web Browser to Firefox.” [#]
Egal, hauptsache der richtige Browser tut es.
Die Geizmarkt-Geschenkgutscheine der letzten Jahre in eine allerwelts-”Backuplösung” investiert. Jetzt langsam das Gewissen beruhigen, weil die so kostbaren Werke von nun an die Chance auf ein Überleben haben. Nicht, dass ich vorhier nie meine Daten gesichert hätte, aber DVD-RAM ist bei den Mengen einfach ein Witz, was Medienpreis und Schreibgeschwindigkeit angeht.
Auch nett: “Wie formatiere ich eine externe Festplatte?“. Ausgeliefert wird das Teil NTFS-formatiert. Ungünstig, wenn man nur Mac OS X und Linux benutzt und eine gelegentlichte Anstöpselung bei befreundeten Windows-Maschinen angedacht ist.
NTFS schreiben kann man unter Mac OS X und Linux vergessen. HFS+ wäre ein heißer Kandiat, wäre da nicht die “ab und zu mal” Windows-Connectivität. Also schweren Herzens FAT32 gewählt. Natürlich kann eine Partition mit dem XP-Festplattenmanager maximal 32 GB groß sein. Partition Magic schafft immerhin 190GB – keine Ahnung, welche Grenze dort wieder zuschlägt. Zumindest habe ich jetzt zwei halbwegs gleich große Partitionen, die ich von überall beschreiben kann.
Jetzt heisst es abwarten.

Die gleiche Menge Musik wartet noch auf das Rettungsboot. Ich denke derweil über eine gute Automatisierungslösung nach, in der rsync eine Rolle spielt.
Ich bin ein Mail-Junkie. “Mein Gott, bist Du kommunikativ!” ist noch ein Vorwurf der netten Sorte.
Was ich nicht in meinem Kopf habe, liegt in meiner INBOX. Die Suchfunktion des Mailprogramms hat schon so manche Gedächtnislücke gefüllt. Seit etlichen Jahren schwöre ich auf die Kombination aus IMAP und Eichhörnchen, damit ich auch von überall auf der Welt an meine Mails komme und ich nicht zwei Postfächer pflegen muss.
Seit dem Apfel auf meinem Schreibtisch versuche ich mit Mail.app glücklich zu werden. Bisher klappt es auch ganz gut, es gibt aber ein paar geniale Tools, die das ganze noch komfortabler machen.
Mail Appetizer
Mail Appetizer zeigt neue Mails in einem halbtransparenten Vorschaufenster an. Man kann also mit einem kurzen Blick prüfen, ob es sich lohnt das Mailprogramm nach vorne zu holen. Das kling simpel, ist aber extrem nützlich. Und so sieht’s aus:

IMAP-IDLE
IMAP-IDLE stattet Mail.app mit Unterstützung für das IDLE-Feature von IMAP aus. Wenn der Mailserver dieses Feature unterstützt, benachrichtigt er Clients sofort beim Eintreffen von neuen Mails. Mail.app muss also nicht mehr den Server im Minutentakt nach neuen Mails fragen.
Für Courier-IMAP muss man in der /etc/courier/imapd das Idle-Feature mit folgender Zeile aktivieren:
IMAP_ENHANCEDIDLE=1
IMAPCheck
Leider Prüft Mail.app nur die INBOX selbst und keine Unterordner. Wenn Mails direkt vom Mailserver in die Ordner sortiert werden, merkt man so lange nichts davon, bis man nicht auf diesen Ordner klickt.
Dieses Problem behebbt IMAPCheck: damit werden alle IMAP-Ordner nach neuen Nachrichten geprüft.

Auch wenn der CCCongress sehr apfellastig ist, diese Unterstellung ist doch recht dreist. Ein Mausklick in die diskordische Mythologie würde das Obst sofort als den goldenen Apfel der Zwietracht identifizieren. Aber Recherche hat man beim großen deutschen Nachrichtenmagazin scheinbar nicht nötig, ist ja online, muss ja schnell gehen.
Ich haben endlich das leidige Problem mit den Netzlaufwerken und dem Ruhezustand gelöst. Mit Sleepwatcher kann man so ziemlich jede Aktion beim Einschlafen bzw. Aufwachen seines Macs ausführen lassen.
Egomanen lassen sich bei jedem Aufwachen von der eingebauten iSight-Kamera fotografieren und bekommen auf diesem Wege interessante Einblicke in die Service-Abteilung von Apple
Meiner einer ist nicht ganz so selbstverliebt und begnügt sich mit dem Ausführen einiger AutomountMaker-Scripte. Das .wakeup Script sieht jetzt bei mir so aus:
#!/bin/sh
/Applications/Utilities/AutomountMaker/AutomountMaker.app/Contents/MacOS/AutomountMaker \
/Users/melle/Documents/automount/mount-mp3.amsf \
/Users/melle/Documents/automount/mount-shared.amsf \
/Users/melle/Documents/automount/mount-melle.amsf
Für das Markieren von Bilder mit Wasserzeichen gibt es diverse Software, ich habe aber kein Programm gefunden, das meinen Ansprüchen genügt. Selbst ist der Nerd. Für ImageMagick genügt der folgende Einzeler:
composite -dissolve 30 -gravity southeast -geometry +25+25 "/path/to/watermark.png" $FILE $NEWFILENAME
Leider gehen dabei manche Metadaten wie z.B. Keywords verloren. Mit dem exiv2-Tool ist das jedoch kein Problem, die Daten werden aus dem Originalbild exportiert und in die markierte Datei importiert. In ein Shellscript gegossen sieht das ganze dann so aus:
#!/bin/sh
#
for FILE in $*
do
echo processing $FILE
BASENAME=`echo $FILE | sed 's/\(.*\)\.[jJ][pP][gG]/\\1/g'`
NEWFILENAME=marked_$FILE
NEWMETAFILENAME=marked_$BASENAME.exv
# backup metadata from file
/usr/local/bin/exiv2 -v ex $FILE
mv $BASENAME.exv $NEWMETAFILENAME
# apply watermark
composite -dissolve 30 -gravity southeast -geometry +25+25 \\
"/path/to/watermark.png" $FILE $NEWFILENAME
# restore metadata
/usr/local/bin/exiv2 -v in $NEWFILENAME
rm $NEWMETAFILENAME
done
Die exiv2-Version in Darwinports ist leider hoffnungslos veraltet und scheitert an den von ImageMagick erzeugten Bildern, mit der aktuelle Version 0.11 ist das jedoch kein Problem. Die Installation erfolgt wie schon zu Großvaters Zeiten mit $ ./configure && make && sudo make install.
Die Neue Skype Beta 1.5.0.52 unterstützt nun endlich auch Videochats mittel iSight. Mist, jetzt muss ich mich zum telefonieren anziehen
[ via ]
Ich habe ein paar Fragen an die Apfel-Auskenner:
- Gibt es mit der gewaltigen Maus keinen Rechtsklick? Ich muss immer CTRL-klicken um an das Kontextmenü ranzukommen. Und wie bedient man die seitlichen Tasten, ohne versehentlich links zu klicken?
- Kann man Programme mittels Keyboard-Shortcuts starten? Unter KDE habe ich auf Windows-X mein xterm definiert, ich dachte, wenn ich Apfel-X drücke könnte doch das Terminal aufgehen.
- Wie finde ich heraus, wieviel Speicher in der Kiste steckt? top zeigt mir soetwas an:
PhysMem: 144M wired, 247M active, 659M inactive, 1.03G used, 482M free Bedeuted das used + free = 1.5G? Das wäre zumindest das, was in “Über diesen Apfel” angezeigt wird, allerdings habe ich nur 1G bestellt…
- Die Tastatur… zur Position des @-Symbols und dass man mit der gewohnten Tastenkombination das laufende Programm beendet, sage ich mal gar nichts. Aber wo bitte ist die Backslash-Taste? Wie kann ich in Text-Controls ein Wort vor und zurück springen? Die unter “normalen” Oberflächen wirksame Tastenkombination CTRL-Links / CTRL-Rechts springt an den Zeilenanfang / das Zeilenende. Pos1 und Ende funktionieren auch nicht so wie ich mir das vorstelle…
- Und wie zur Hölle mountet man Netzlaufwerke dauerhaft? Also so, dass sie Ruhezustand und Reboot überleben? Wie kann ich nicht-browsable SMB-Shares mounten (d.h. ich muss den Sharenamen selbst angeben)? Wie kann man NFS-Shares mounten?
Was mich beim ipod extrem nervt, ist die Sortierung der Songs. Jeder andere Player sortiert im Zweifelsfall die Songs in einem Verzeichnis nach dem Dateinamen. Apple hält sich für besonders schlau und sortiert, wenn keine Tracknummer im ID3-Feld steht, statt dessen nach dem Songtitel. Ahrg, da nützt es natürlich nichts, wenn die Dateien “Track01.mp3″ bis “Track99.mp3″ benannt sind 
Ok, was tun, wenn man 1300 Alben auf der Platte hat, von denen bei etwa der Hälfte die Tracknummer fehlen? Easytag ist zwar gut, aber so viel Zeit habe ich dann doch nicht
Ich habe mir ein olles PHP-Script hingefrickelt, bis es tat, was es sollte. Wer mehr Komfort möchte, darf es schöner machen 
Mehr…
Aufgrund von erhöhter Reisetätigkeit eine tragbare Aufwertung des Selbstbewusstseins mit Tonausgabe erworben. Man erträgt das Gelaber der mitreisenden Chirurgen über neue Minimal-Invasivtechniken einfach nicht mehr. Paketverfolgung im Internet ist ein Fluch. CTRL-R alle 20 Minuten, zwei Tage lang. Ich hätte natürlich auch einfach in den nächsten Geizmarkt gehen können, fällt mir hinterher ein. Dann steht plötzlich ‘delivered’ in der Statusspalte und ich denke “Hoppla”. Tatsächlich liegt ein Paket für mich auf dem Tisch.
Erste Ernüchterung beim Auspacken. “Don’t steal music” prangt mir entgegen. Ich dachte Kunden werden nur bei der Konkurrenz kriminalisiert. iTunes ist ein Krampf, kein Drag and Drop, soll ich etwa 80 Ordner von Hand hinzufügen? Herrjeh… Zum Glück gibt es genug Alternativen, sogar einen passenden IO slave für KDE. Positiv: das Gerät ist exakt so groß wie mein Telefon und passt locker in die Hosentasche.
Unser altes Notebook mit einem betagten Celeron 400 unter der Haube ist langsam aber sicher hinüber. Auf dem 21C3 hat her Cobe schon gewitzelt, ob ich mir nicht langsam mal ein neues Notebook kaufen will, immerhin schleppe ich es seit 5 Jahren auf dem Chaos-Congress 
Nicht dass die CPU zu schwachbrüstig wäre, mit 196 MB Ram ist es die perfekte Surfstation. Leider wird das Display immer dunkler, man kann bei Tageslicht fast gar nichts mehr erkennen. Ich durfte entsprechend viele Flüche von meiner Dame vernehmen, die viel Zeit damit verbrachte den Mauscursor zu suchen.
Ein Neues Notebook muss also her. Das bedeutet erstmal ein Wochenende Arbeit für mich, Gentoo compilieren braucht auch mit distcc einige Zeit. Ich frage besser vorher nochmal die Zielperson: “Möchtest Du mit Linux oder Windows arbeiten?” “Dann lieber Windows, unter Linux geht immer irgend etwas nicht.” Für einen kleinen Moment setzt mein Herzschlag aus. Windows! Himmel! All die Jahre habe ich ihr versucht die Vorzüge von Linux näher zu bringen und dann das! Eine Virenschleuder soll in unseren Haushalt einziehen? Verrat!!!
Andererseits: wo sie recht hat… irgendwo hakt es immer. Ein xterm zu öffnen um das Lockfile eines abgestürzten Mozilla zu löschen, das sich irgendwo tief im profile versteckt, ist eine Zumutung. Drucken aus dem WLAN geht derzeit auch nicht.
Hauptanforderung ist also “Er soll einfach nur funktionieren.” “Dann nimm einen Mac. Einfach zu bedienen, funktioniert immer.”. Gesagt, getan. Wenige Stunden später sitzt meine Dame auf der Couch und erkundet freudestrahlend ihr neues iBook.
Ich grinse derweil in mich hinein. Switched – von Linux nach MacOS. Der Arbeitsaufwand für mich beschränkte sich auf die Proxy-Einstellungen. Ich brauche wohl doch kein “No, I will not fix your computer!” T-Shirt. Meine Antwort wird in Zukunft immer sein: “Kauf Dir einen Mac”
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