Bilderabend Thailand

Am 13.01. findet bei mir ein Diaabend statt, es gibt Bilder und Geschichten von meiner kleinen Reise. Für Getränke ist gesorgt, Essbares darf gerne beigesteuert werden 😉
Los geht’s um 19.00 Uhr, ich freue mich, wenn Ihr Euer Erscheinen ankündigt 🙂

Mr. Wilson

Das schöne am älter werden sind die ganzen Geschichten aus der Jugend, die man im Altersheim im Kreise der Überlebenden zum besten geben kann. Heute also eine kleine Geschichte von früher, als ich jung war.

Mit 16 war ich Rocker. Ich wollte viel Alkohol, laute Gitarrenmusik und schöne Frauen. Ich wollte gefährlich aussehen. Das hat soweit auch prima funktioniert: Der Alkohol floss reichlich, Motörhead bescherte mir einen leichten Knick in der rechten Höhrkuve und meine Traumfrau hatte ich auch gefunden.
Nur gefährlich sah ich nicht wirklich aus. Ich kannte aber jemanden, der wirklich gefährlich aussah. Peter Steele. Der hat früher Songs wie „Jesus Hitler“ gemacht und sich mit Erektion in der Playgirl ablichten lassen. Alles klar, ich wollte also mindestens genauso gefährlich aussehen.
Mit der Frisur von Jeason Newstead war ein Anfang gemacht. Nur bei den Klamotten herrschte noch etwas Unsicherheit. Als ich eines Tags zufällig meinen Wilson-Kapuzenpulli und meine Lederjacke anhatte, meinte Marc „Wenn ich Dir im Dunkeln begegnen würde, hätte ich echt schiss!“ Yeah! Endlich sah ich böse aus!
Natürlich musste ich das Ergenis gleich im Bild festhalten. Nochmal zum Vergleich, hier Herr Steele (rechts im Bild) mit Bandkollegen:

Slow, Deep and Hard

Und hier der super gefährlich aussehende melle mit Wilson-Pulli:

Telefon melle

Krass, oder? 😉

Epilog: Das ist mir wieder eingefallen, weil Marc am Sonnabend Geburtstag hatte. Er hat ein paar Tage vorher die alte Geschichte mit dem Wilson-Pulli rausgekramt und mir vorgeschwärmt wie geil der Pulli aussah. Ich habe ihn dann in einen Karton gepackt, eine Karte für Tool oben drauf gelegt und ihm das ganze zum Geburtstag geschenkt. Seit dem sieht er krass gefährlich aus. Nur irgendwann sollte er Mr. Wilson auch mal waschen.

Ui (wo bin ich?)

Ich gebe zu Protokoll, dass die Feierlichkeit gestern sehr nett war. Bis auf den Moment, als ich Tingel-Tangel Bob genannt wurde. Und als die Polizei auf meinem Handy angerufen hat „Guten Tag, Sie sind doch Herr Mellenthin, wohnhaft in der Charlottenstraße…“ Der direkte Kontakt zum Bürger muss gepflegt werden. Ich bin dann in der Sauna.

Einskommasechs

Ich habe früher mit so vielen Kerlen gepoppt und den besten habe ich dann behalten. M ist ja so ein feiner Kerl…“ H. war ziemlich blau, schon bevor sie auf der Party ankam. Später ging es woanders hin, sie bestand darauf mit dem Fahrrad zu fahren. Das Problem an der Babelsberge Livenacht ist, dass ziemlich viele Menschen besoffen sind. Das weiß auch die Polizei und ist dementsprechend präsent. Als wir H. mit dem Taxi überholten streckte ihr ein Polizist die Hand entgegen um sie anzuhalten. Jeder sagte etwas wie „oh fuck“ und ich lernte, dass man auf dem Fahrrad maximal 1.6 Promille haben darf, zumindest wenn man einen Führerschein besitzt.

„F. hat mich neulich angerufen, wollte dass ich ihr zum Geburtstag gratuliere.“
„Sie ruft Dich an, damit Du ihr gratulierst?“
„Ja, ich hatte es vergessen und sie dache ich will sie verarschen.“
„Was macht sie jetzt so?“
„Sie ist schlimmer geworden als unsere Eltern. Ist jetzt verheiratet, findet Big Brother gut und so.“
„Ich bin doch auch verheiratet“
„Dir sieht man das aber nicht an.“
„Hm.“