Ostpaket für die Völkerverständigung

Ich verbringe gelegentlich meine Freizeit auf den Dächern der Stadt. Keine Ahnung, was mich da immer hoch treibt, muss wohl in den Genen liegen.
Seit gestern weiss ich nun, dass diese Art der Freizeitbeschäftigung auch nützlich sein kann. Meine hochgeschätzte Lieblingsschwester ist berufsbedingt ins hessische Ausland verzogen. Dort ist natürlich alles anders, es gibt keine dunklen Brötchen und die preussischen Exerzierplätze vermisst man ebenfalls schmerzlich. Eines gibt es jedoch hüben wie drüben: Freifunk. Sogar in Schreibtischreichweite.
Als Nerd ist es natürlich meine Pflicht im Sinne Völkerverständigung hier für die Schaffung von Kommunikationskanälen zu sorgen. Ich schnüre ein Ostpaket (siehe Bild) und gebe es der nächsten Kutsche im Morgengrauen mit auf den Weg. Früher gingen die Nahrungs- und Genussmittel in der anderen Richtung den Postweg, heute wird halt das Internet per Post verschickt.
Tja, was soll ich sagen, es hat zwar nicht auf Anhieb geklappt, aber dank der tatkräftigen Unterstützung von Benny hat meine Schwester jetzt Internet aus der Luft. Ich bin begeistert 🙂

Mein kleiner Bauchladen

Heute im Angebot: mein Notebook. Die Eckdaten finden sich hier und lasse sich in etwa so zusammenfassen:

  • ASUS M6743NALP
  • Pentium M 735 / 1.7 GHz
  • 1 GB RAM
  • 80 GB Festplatte
  • ATI Mobility Radeon 9700 mit 128MB
  • 15.4″ 1280 x 800 WXGA ohne Pixelfehler
  • DVD±RW Dual Layer

Eine original Windows XP Professional Lizenz ist auch mit dabei (Wahlweise lege ich noch eine Ubuntu 8.04 CD oben drauf). Mehr Bilder gibt’s hier.

Ich habe es innig geliebt und wir haben so manch schöne Stunden zusammen in den Welten von World Of Warcraft zugebracht. Jetzt steht aber ein jüngeres, knackigeres Modell auf meinem Schoß und deswegen ist mein „altes“ Notebook für lächerliche 450 Euro (Update 09.05.) 400 Euro in liebevolle Hände abzugeben. Wenn das kein total attraktives Angebot ist. Ich frag mich schon, wann ich dafür mit Unterwäsche beworfen werde 😉

(Update 17.05.) 350 Euro :-/

Neue Welten

Es wird ja immer behauptet, wenn man mal Kinder hat, sieht man die Welt mit anderen Augen. Ich kann das momentan nicht verifizieren, da ich nichts von der Welt zu sehen bekomme. Ich will aber nicht klagen, das Hippie-Leben, das wir im Moment führen hat auch seine schönen Seiten. Es ist eigentlich jeden Tag Wochenende, nur dass man nicht ausschlafen kann. Und manchmal haben die Geschäfte plötzlich geschlossen („Äh Shit, heute ist ja Sonntag…„).

Interessant ist auch das Paradoxon, dass man in der Theorie ganz viel Zeit hat, diese aber in vierfacher Geschwindigkeit abläuft. Man schafft also nur noch die Hälfte der wirklich verdammt dringenden Aufgaben, die man sich so fest für den Tag vorgenommen hat. Bloggen z.B. 😉

Sonst ist man den lieben langen Tag damit beschäftigt, sein Kind zu debuggen. Es gibt nur drei Fehlerzustände, die es zu beseitigen gilt: Hunger, volle Windel und die tückische Flatulenz. Leider gibt es nur einen akustischen Indikator für alle drei Probleme.
Natürlich versucht man erst alle möglichen Tricks um ein Bäuerchen zu provozieren und checkt mehrfach die Windeln um dann festzustellen, dass das Problem wieder nur Hunger war.

Tipps aus dem Internet sind auch hilfreich. Den frisch gesäuberten Hintern bekommt man tatsächlich mit dem Fön schnell trocken. Der jüngste findet das auch sehr angenehm. Ganz wohl ist mir dabei aber nicht, seit die Hebamme darauf hingewiesen hat, dass Jungs recht weit pinkeln können und der Fön in der Situation besser nicht im Weg ist (siehe Ghostbusters, die Strahlen dürfen sich nicht kreuzen…).

Großartig ist auch diese Plüsch-Spritze, die mir beim Kinderarzt in die Hände fiel. Wie konnte ich nur ohne dieses psychologisch wichtiges Instrument je einen Arztbesuch unbeschadet überstehen?

Nur per Kabel

Soso, die Online-Durchsuchung gibt es „nur per Kabel. Die Begründung dafür ist bemerkenswert:

Da der Polizeitechniker nicht wisse, wo der Rechner steht, müsste er möglicherweise alle Räume des Verdächtigen durchsuchen.

Wenn man einen Rechner auf elektronischem Wege angreift, ist man sich natürlich total sicher, genau den gewünschten Computer getroffen zu haben. Hinter meinem privaten DSL-Anschluss hängen dutzende, wenn nicht gar hunderte PCs. Zum Glück ist die Polizei unfehlbar….

Genau diese Tatsache, dass man von außen eben nicht sicher sagen kann, ob man den richtigen Rechner angreift, hat bei der Anhörung zur NRW-Verfassungsklage zu hochgezogenen Augenbrauen bei den Richtern geführt.

Felix hat das Theater ganz treffend zusammengefasst: „Die Maßnahme richtet sich damit offiziell nur noch gegen Idioten.“ [#]

Kaikoura from above (3)

Camera Model: NIKON D70
Lens: Tokina 12-24mm 1:4 DX
Focal Length: 12.00 mm
Focal Length (35mm Equiv): 18 mm
Exposure Time: 1/1250 sec
F-Number: f/8
Shooting mode: Aperture priority
Exposure bias: -2/3 EV
Flash: No
ISO: 200
Image at flickr, large version

Wiederholungstäter

„Wir haben ja seit 2003 den Kontenabruf, der damals eingeführt worden ist, um Terroristen und Geldwäsche zu bekämpfen. Wir haben festgestellt, dass in der Folge die Zahlen immer größer geworden sind, von Quartal zu Quartal und dieses Instrumentarium auch genutzt wird für einfache Kriminalitätsfälle. Ich gehe davon aus, dass auch in Zukunft die Zahlen weiter zunehmen werden, weil Instrumentarien die der Staat einmal geschaffen hat, weiter ausgebaut und genutzt werden.

Hermann Burbaum, Vorstandssprecher Volksbank Reasfeld AG [#, via fefe]

Oh und die aktuelle Diskussion um die Mautdatenverwertung ist ja hinlänglich bekannt. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis man für Falschparken in der Fahndungsliste landet, mit denen die Mautbrücken abgegelichen werden.

Märchenstunde

Wenn dieser Stoff in einer bewohnten Region niedergegangen wäre, hätte nach US-Angaben eine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung bestanden. Deshalb entschloss sich das US-Verteidigungsministerium zum Abschuss des künstlichen Himmelskörpers
(..)
Die Rakete wurde entwickelt, um angreifende Raketen abzuschießen. Für die Spezialausgabe wurde eine kostspielige Anpassung der Rakete erforderlich. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums, Geoff Morrell, bezifferte die Ausgaben dafür mit 30 bis 40 Millionen Dollar (20 bis 27 Millionen Euro).
[ # ]

Haha, köstlich. Wegen der Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung eines unbekannten Landes gibt die US-Regierung eben mall 40 Mio Dollar aus. Wie Felix schon treffend angemerkt hat, geht es wohl eher um die Verschlüsselungstechnologie an Board. Außerdem ist es ja ein prima Test für das neue System, das wahrscheinlich in aller Eile entwickelt wurde, als man im letzten Januar von den Chinesen mit runtergelassener Hose erwischt wurde.

Immerhin ist es jetzt offiziell, dass China und die USA sich gegenseitig die Satelliten vom Himmel holen können. Die SDI-Phantasien von Ronal Reagan gehen wohl doch noch auf.

Quickies

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