Liebe Post,

ich habe heute versucht eine Briefmarke zu kaufen. Im Internet. Bei Euch auf der Webseite. Weil ich einen Brief versenden möchte.

Aber Ihr wollt wohl mein Geld nicht? Warum ist das so verdammt umständlich eine Briefmarke zu bezahlen? Ich hab auch gleich ein paar mehr in meinen Einkaufskorb gelegt, weil vielleicht sende ich ja nochmal einen Brief. Vielleicht. Man weiss es nicht, aber es ist Winter und da schreibt man ja Abends am Kamin so manches.

Ich wollte also meinen Warenkorb bezahlen, und hab einfach mal Lastschrift angeklickt. Ist schön bequem für mich. Als ich dann endlich alle Felder ausgefüllt habe, zeigt Ihr mir ein SEPA-Formular, dass ich unterschrieben zurücksenden soll. PER POST. MIT EINER BRIEFMARKE DRAUF. DIE ICH GERADE VERSUCHE ZU KAUFEN. Merkt Ihr selbst, oder?

Ja ich weiss. Deutschland. Ohne Unterschrift geht nichts. Verstehe ich total. Bei der Bahn kann ich mir meine Fahrkarte auch ausdrucken und ohne Unterschrift per Lastschrift bezahlen. Ach und bei Amazon mache ich das auch…

Und wenn Ihr mir hier mit „Aber dann sende es doch per Fax!“ kommt, dann haue ich Euch so einen 20 Kilo Philips-Brocken auf den Kopf, die gibt’s bei Ebay für ’nen Euro. WIR HABEN 2014. ICH WEIGERE MICH DIESE TECHNOLOGIE ANZUERKENNEN. FAX IST TOT. Da werfe ich lieber eine Brieftaube über Euren Zaun.

Ah, ihr sagt, da gibt es ja noch andere Zahlungsmöglichkeiten? Tja, Kreditkarte ist ausgegraut, warum auch immer. Ok, „Portokasse“ – versuchen wir es damit.

So, ich soll also von meinem Paypal-KONTO Geld auf ein gammeliges Porto-KONTO schieben, von dem ich nicht weiss, wie ich es dort wieder runter bekomme. Ich will ja nur ’ne Briefmarke kaufen.
Ok, ich bin weich und versuche genau den Warenkorb-Preis (24,40) auf mein Portokonto zu laden.
Das geht aber nicht, WEIL MAN MIT PAYPAL NUR 20 EURO AUFLADEN KANN. Was soll der Mist? Kennt ihr den Spruch „Shut up and take my money“?

Warum zur Hölle kann ich nicht direkt mit Paypal bezahlen? Kann ich doch bei DHL auch. Achja, andere Firma, verstehe.

Also liebe Post, ich habe hier so ein modernes Gerät, das ist fast wie ein Fax, da steckt man oben Papier rein und dann – oh Wunder – kommt ein PDF im Computer an. Keine Panik, ihr könnt es ausdrucken und abheften, genau so wie ein richtiges Fax. Ich bitte Euch, nehmt es und schickt mir meine Briefmarke…

Die heutige Generation

Ich gebe der Generation überhaupt keinen Ratschlag. Aber ich bevorzuge den ausgeflippten Punk, oder einen alten, versoffenen Philosophen gegenüber den coolen, performenden Anzug-Typen, die vorbei laufen und ihre komische, lächerliche Erfolgsgeschichte inszenieren, die zum Beispiel darin bestehen kann, irgendeine verblödete Applikation für das Handy zu programmieren und diese dann verkaufen. Diese Typen interessieren mich einfach nicht. Das sind langweilige, öde Menschen.

Lest das wirklich empfehlenswerte Interview mit Bernhard Heinzlmaier.

Nachmieter gesucht: 3 Zimmer in der Potsdamer City

Wir suchen ab September 2012 einen Nachmieter für unsere Wohnung in der Potsdamer Innenstadt (Charlottenstraße / Wilhelm-Staab-Straße). Die Wohnung ist super, wird uns aber mit drei Kindern langsam zu klein 🙂

Update (8.8.2012): für die Wohnung ist ein Nachmieter gefunden.

  • 73 m^2
  • 792€ Warmmiete
  • 3. Etage unterm Dach
  • 3 Zimmer, großer Flur
  • WG-tauglich
  • ruhige Innenhof-Lage
  • großer Balkon von jedem Zimmer zugänglich
  • Bad mit Fenster, Badewanne
  • optional: Tiefgaragenstellplatz im Haus (+42 Euro)
  • optional: kostenloser Internetzugang über Freifunk Potsdam

Wer Interesse hat oder jemanden kennt, der jemanden kennt, einfach Bescheid geben.

Namensschilder für Polizisten: potentiell tödliche Waffen!!!1!!

Nein, ernsthaft. Wenn jetzt alle Polizisten in Berlin ein Namensschild tragen, kann jeder dahergelaufene Gelegenheitsmörder dem Polizisten das Namensschild entreißen und damit ein Massaker anrichten. Bodo Pfalzgraf, Vorsitzender der deutschen Polizeigewerkschaft demonstriert die von den Namensschildern ausgehende Gefahr an einem Eisbein.

Die Plastikteile könnten den Polizisten entrissen und als lebensbedrohliche Waffe eingesetzt werden.

Große Sprüche auch von Rainer Wendt:

Die Zwangskennzeichnung ist ein gigantischer Misstrauensbeweis in unsere Polizei“, sagt Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft. Das Vertrauensverhältnis der Bürger in die Polizei sei hervorragend, die individuelle Kennzeichnung daher überflüssig.

Richtig! Es ist ja noch NIE vorgekommen, dass die Polizei versehentlich Demonstranten mit verprügelt hat. Nie! NIE! Ehrenwort! Die Leidtragenden sind letztendlich die armen Polizisten:

Einige Kollegen hätten sich beim Anschnallen im Auto an den Kanten in den Arm geritzt.

Ich muss mir erstmal ein Taschentuch holen… schnüff..

OH HAI new job

Der letzte Chaos Communication Congress hat mir einen neuen Job beschert 🙂 Interessant ist auch, wie schnell so etwas gehen kann. Einen Monat nach dem ersten informellen Gespräch auf dem Kongress habe ich am Montag meinen letzten Arbeitstag in der alten Firma. Wie alles im Leben sind eben auch Kündigungsfristen verhandelbar.

Ohrenfutter

Ich habe früher Podcasts ignoriert. Meine Einstellung dazu war etwa

Warum soll ich mir das Gequatsche von anderen Leuten anhören, schliesslich kann ich geschriebenen Text viel schneller parsen.

Irgendwann ist mir mal aufgegangen, dass ich in vielen Situationen nichts lesen kann oder will. Etwa beim Autofahren. Beim Einkaufen. Nach 10 Stunden im Büro. Beim Saubermachen – mein neues Hobby seit ich Kinder habe 😉 Mein ADS-versautes Gehirn verlangt nach einem kontinuierlichem Informationsbombardement.
Also Stöpsel ich mir einen Podcase in die Ohren. Und bin begeistert. Weil ich mich so drüber freue, dass ich Podcasts nun doch gut finde, gebe ich hier gerne meine derzeit liebsten Abonnements zum besten:

  • Chaosradio Express. Ok, wer Podcasts hört, hört sehr wahrscheinlich diesen Podcast. Wer keine Ahnung hat, was Podcasts sind: hört Euch eine beliebige Folge zum Thema Eurer Wahl an. Es ist für alle etwas dabei. Highlight für mich war Folge 147: Mikrokosmos, Makrokosmos.
  • Mobile Macs. Der chaotische Podcast für Apple-Fanboys. Ich habe zwar nur einen recht immobilen 25kg-Mac, verpasse aber trotzdem keine Folge. Gegenüber Bits und So erheblich mehr Nerd- aber auch mehr Quatschfaktor. Das Leiden lohnt sich aber für die 5% Informationsgehalt. Unglücklicherweise sind die interessanten Infos immer an einer anderen Stelle versteckt, so dass man gezwungen ist, sich den ganzen Podcast anzuhören.
  • Bits und So. Der „vernünftige“ Podcast für Apple Fanboys. Eigentlich ziemlich langweilig, aber es gibt mitunter gute Tipps für hilfreiche Applikationen. Seit Leo Becker vom fscklog mit dabei ist, gesteigerter Informationsgehalt. Höre ich trotzdem nur, wenn gerade alle anderen Podcasts alle sind.
  • Küchenradio. Ganz toll, ganz anders. Sehr viele gesellschaftliche Themen, je nach Besetzung stark schwankende Qualität. Zum Reinhören empfehle ich: NR. 268: Gentrifizierung.
  • Alternativlos. Die Fnord News Show für die Hosentasche. Hoher Unterhaltungs- und Geekfaktor. Kann man nicht beschreiben, einfach mal reinhören. Anspieltipp: die Folge zur Polizeigewalt.
  • Netzpolitik Podcast. Höre ich nur, wenn mich das Thema interessiert. Hauptsächlich macht die entspannte Art von Markus Beckedahl den Charme des Podcasts aus.
  • Elementarfragen. Leider im Moment inaktiver Podcast, der hautpsächlich für seine großartige Sendung zu Tschernobyl extrem viel positives Feedback erhalten hat. Hört Euch wenigstens diese Folge an. Es lohnt sich. Ich drücke die Daumen, dass die Sommerpause bei den Elementarfragen bald vorbei ist.
  • Pandroid Podcast. Ich war vor einer Weile mal auf der Suche nach einem vernünftigen Podcast zu Android. Aber das was man üblicherweise findet, sind Gadget-lastige Labersendungen („Oh wow, das neue Samsung Bla bla bla mit 12 Megabupsel Kamera…muss ich haben…“). Speziell die US-amerikanische Podcastlandschaft ist in der Beziehung unerträglich.

    Um so erfreuter war ich gestern, als ich gelesen habe, dass Yan Minagawa und Dirk Jäckel mit dem Pandroid Podcast gestartet sind und sich explizit mit der Softwareentwicklung für Android beschäftigen wollen. Sendung 01 ist nur 15 Minuten lang, aber schon sehr vielversprechend. Was dem Podcast noch fehlt, ist lediglich ein flattr-Button.

Ich bin immer noch auf der Suche nach guten Podcasts zur Softwareentwicklung. Es gibt zwar den heise developer Podcast, aber so richtig umhauen tut mich das nicht. Speziell Systemnahe Entwicklung unter Unix scheint ein unbesetztes Nischenthema zu sein. Über Empfehlungen freue ich mich in den Kommentaren.

Was ich gerade so mache

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Bloggen jedenfalls selten. Die Kollegen haben immer gefragt „…und wie lange bist Du dann nochmal im Urlaub?“. Ich pflege dann immer ernst zu gucken und sage „Elternzeit, nicht Urlaub. Ich erziehe meine Kinder“. Hätte die zwei Monate mal in den Winter legen sollen.

Überhaupt, so lange ist das gar nicht. Meine Freundin kann 12 Monate blau machen, darüber wundert sich auch keiner 🙂

Also was mache ich eigentlich den ganzen Tag? Fotos mache ich viele. Nur keine, die ich hier posten kann. Hochzeiten. Unser jüngstes Kind wurde getauft.

Ach ja, die Kinder. Irgendwo zwischen Lachanfall und Nervenzusammenbruch marodiert man so durch den Tag. Trotz ausgefeilter Logistik sind wir auf Tagesausflügen bepackt, wie andere bei der Besteigung eines Achttausenders. Aber es ist großartig dabei zu sein, die ganzen Highlights mitzuerleben. Die Flugzeuge gestern, ganz nah und ganz laut. Mit Propeller „der dreht sich!“. Die Dampflok heute, die zischt und pfeift und pufft. Wenn einem ein 26 Monate altes Kind mit seinem begrenzten Wortschatz in aller Ausführlichkeit das Erlebte beschreibt, ist das so eine Mischung aus zufriedenem Grinsen und stolz geschwellter Brust.

Dann freue ich mich aufs Fahrrad fahren. Ich bin voll angefixt und kann nicht genug Kilometer treten. Unsere Fahrräder sind eher Lowtech, aber um so größer ist der Spaß. Der Plan sind mindestens 300km, wenn es gut läuft auch 600km. Solo sicherlich ein klax, aber mit zwei Anhängern – einer für die Kinder, einer für’s Gepäck – schon eine Herausforderung.
Ich rechne schon ständig Durschnittsgeschwindigkeiten aus um planen zu können. Egal wie ich es drehe, mehr als 13km/h werden es nicht. Naja, kleine Etappen, wir haben ja Zeit. So lange wir regelmäßig an einer Waschmaschine vorbei kommen, ist alles gut.

Tja, Wäsche waschen ist auch so ein großes Hobby geworden. Das große Kind trocken zu bekommen und dabei eine Reise mit Minimalgepäck zu unternehmen… Abenteuer pur.

Dann griffel ich noch Tag und Nacht an meinem neuen Telefon rum. Nach drei Jahren Symbian-Masochismus war ich dann von den vielen Apple-Werbemaßnahmen überzeugt und hab mir ein google-Phone geklickt. Die Usability ist unterhaltsam (und um Welten besser als alles was ich von Nokia kenne), aber die vielen Features und theoretischen Möglichkeiten überwiegen die Patzer in der Bedienung. Aber zu dem Thema muss ich nochmal ein richtiges Review schreiben, im Moment bin ich noch am entdecken und staunen (und fluchen).

Hier wäre jetzt Platz für ein Fazit. Ich sage mal: Kinder fetzen, legt los und macht Euch welche. Ist ganz einfach und man hat dann viel Spaß.

Die SPD in Thüringen

Die Situation in Thüringen fasst Fefe treffend zusammen: „Die Linken haben trotz mehr Sitzen freiwillig auf das Ministerpräsidentenamt verzichtet, damit die SPD keine Ausrede hat, um mit der CDU zu koalieren, und die machen es trotzdem.
Tja, auf die SPD ist – wie immer – Verlass. Vielleicht knacken sie ja bei der nächsten Bundestagswahl die 5% Hürde – in umgekehrter Richtung.

Realitäten schaffen

Wer sich die Bundestagsdebatte zum Internet-Zensurgesetz verpasst hat, kann sich mal das Protokoll durchlesen, hochinteressant. Passt auf, dass Ihr nicht Euren Monitor vollkotzt:

Jörg Tauss (damals noch SPD):

Darüber hinaus sprechen Sie davon, dass endlich Verträge legalisiert würden. Ich sage Ihnen: Das sind Verträge, die durch Nötigung von Firmen zustande kamen, denen man gesagt hat: Wenn ihr nicht bereit seid, zu unterschreiben, werden wir euch öffentlich durch die Presse schmieren. – Ich halte es rechtsstaatlich für unmöglich, einen derartigen Vorgang der Nötigung hinterher gesetzlich abzusichern. Das sage ich in aller Klarheit. Ich bedaure sehr, dass die Koalition diesen Weg beschritten hat.

(…)

Martin Dörmann (SPD):

Wir haben nicht vor, irgendwelche Verträge zu legalisieren. Das ist überhaupt nicht unsere Motivation. Aber Tatsache ist doch, dass es diese Verträge gibt. Wir müssen diese Realität zur Kenntnis nehmen. Ich glaube, es wäre unverantwortlich, wenn wir an dieser Stelle abwarten würden, bis vielleicht nach län- gerer Zeit das Bundesverfassungsgericht darüber geurteilt hat, ob diese Verträge rechtmäßig sind oder nicht. Auch ich habe an der Rechtmäßigkeit Zweifel. Aber uns obliegt es, die Internetnutzerinnen und -nutzer an dieser Stelle zu schützen.

Verlogenes Dreckspack!

Mein kleiner Bauchladen

iMac 20inch

Kurz und schmerzlos: iMac white, 20 Zoll Display, keine Pixelfehler, 2 GHz core duo, 2 GB Ram, 250 GB Festplatte, mehr technische Details bei everymac. Tastatur der Marke „Krümelschublade“ und die tolle magnetische Apple Remote sind natürlich dabei.

War mein treues Arbeitspferd in den letzten 2.5 Jahren und ist nach wie vor eine geniale Surf- Multimedia- und Photoshop-Maschine. Ich trenne mich nur unter großen Schmerzen davon, ein realistisches Gebot per Mail kann meine Trauer jedoch mildern. Ansonsten kommt der Rechner Montag zu ebay.

TOYS’R’US

Das bringt mich auch auf ein anderes Thema, welches mir auch immer wieder aufstößt und was ich einfach nicht ungehört stehen lassen kann. In der Regel ist es so, dass wenn ein Referent eine Session hält, dann hat er die auch vorbereitet, er hat sich Zeit genommen um etwas zu sagen oder ein Feedback zu bekommen – muss man dann die ganze Zeit in ein Notebook o.ä. tippen, kann man nicht ausreichend Respekt zollen und zuhören und so besser und sinnvoller diskutieren? Eventuell denkt der/die eine oder andere Besucher mal darüber nach und überlegt mal, wie es ist, wenn man vor einige Leuten steht, eventuell noch nervös und nicht routiniert, und dann sind alle Besucher nur mit ihrem technischem Spielzeug beschäftigt. Denn wenn man nur das benötigt, dann brauchen wir kein Camp organisieren, dann reicht eventuell eine Messenger oder IRC Plattform, denn der Mensch zählt dann nicht.

Frank über das Wordcamp 09 in Jena.

Schrott

Schrott

Seit Monaten, eher Jahren liegt das Zeug hier rum. Ich könnte die ganzen Kisten ungesehen wegschmeißen und würde mich sofort freier fühlen. Aber der Geiz lässt es nicht zu, also wird jedes Einzelteil fotografiert und auktioniert. Auch wenn es nur einen Euro bringt. Mit Geld geizen wir, aber mit der Lebenszeit, die in solche Projekte gesteckt wird, gehen wir verschwenderisch um, als ob es kein Morgen gibt.

Die Prioritäten verschieben sich

Ich sitze gerade an der Steuererklärung und stelle fest, dass ich 2008 kein Geld für Computerhardware ausgegeben habe. Nicht mal eine externe Festplatte habe ich mir im letzten Jahr gekauft. Dafür fast sind fast 1000 Euro an einen Rechtsanwalt gegangen. So verschieben sich die Prioritäten im Alter… 😉

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