Juni

Heute werden die neuen Fenster eingesetzt.

Zack, fertig. Die Holzwürmer fangen gleich mit der Fassade an. Die genaue Einteilung der Bretter ist eine Wissenschaft für sich.

Wichtiges Detail: Insektenschutz

Die Schwalben sind mäßig begeistert von den neuen Fenstern.

Der Gasanschluss ist zwar zurückgebaut, der Zähler hängt aber noch. Mitnehmen wollte ihn die Baufirma nicht („andere Abteilung…“), einfach abbauen darf ich ihn aber auch nicht, weil das wiederum ins Themenfeld „Erschleichung von Leistungen“ fällt.

Probesitzen im neuen Esszimmer. Noch etwas rustikal, der Ausblick ist aber super.

Die Wand sieht schon prima aus, allerdings sind noch Heizungsrohre entlang der Fußleiste verlegt. Bonus: es sind noch Wasserreste drin.

Ich bin so kluk! Druckluft drückt das Wasser aus den Rohren…

Allerdings landet nicht alles davon im Eimer.

Lecker.

Die Rohre sind schnell weggeflext, dann wird weiter Putz abgehackt.

Für gutes Internet auf der Baustelle strapse ich einen Access Point bei uns an den Schornstein. Es sind ja nur ~150m Luftlinie, da bekommt man ohne große Mühe genug Bits durch die Luft.

Der Heizungsbauer hat inzwischen die beiden Heizkessel auf die Baustelle liefern lassen. Eigentlich wären die noch gar nicht dran, aber da eine Preiserhöhung vom Hersteller droht, wurden die jetzt schon bestellt und kosten von nun an wertvollen Platz in der Scheune.

Warum eigentlich zwei Kessel? Wir haben viel und lange darüber nachgedacht. Zur Auswahl stehen bei uns Gas, Holz oder Strom.

Holz ist bei uns eigentlich gesetzt. Wir haben Wald, kommen sehr günstig an Holz. Deswegen war früh klar, dass wir einen Holzvergaserkessel wollen. Auch wenn der die Verbrennung automatisch regelt, muss er immer manuell bestückt werden. Wir sind jedoch auch mal im Urlaub, ich bin gelegentlich dienstlich unterwegs oder auch einfach mal faul. Wir brauchen also eine Automatiklösung.

Wenn man neu baut (und sich keine Gedanken macht), nimmt man vermutlich eine Wärmepumpe. Das kommt aber bei uns nicht in Frage, unser Wärmebedarf ist höher als ein KfW70 Neubau und letztendlich heizt man mit Strom. Gas als fossiler Energieträger kommt für uns aus Prinzip nicht in Frage – wir haben deswegen ja gerade den Gasanschluss zurückbauen lassen. Dann bleiben eigentlich nur noch Pellets. Eine Pelletheizung abeitet automatisch (gelegentlich verlangt sie die Leerung des Aschekastens), allerdings braucht man Platz für das Pelletlager. Hinzu kommt, dass man Pellets besser lokal bezieht. Es macht keinen Sinn, in Russland Wälder abzuholzen, die zu Pellets zu verarbeiten und dann mit einem LKW nach Deutschland zu fahren.

Wir haben dank des Scheitholzkessels erheblichen Platzbedarf, der Kessel erzeugt nämlich so viel Wärme, dass ein Pufferspeicher nicht ausreicht und man zwei braucht. Wenn dazu jetzt noch das Pelletlager kommt, können wir quasi sämtlichen Platz im Erdgeschoss für die Heizung verplanen. Nachdem aber T. noch eine sehr gute Idee zur Raumaufteilung im Erdgeschoss hatte, konnten wir zumindest auf dem Papier alles so anordnen, dass genug Platz für Pelletlager, Puffer und Heizkessel vorhanden ist.

Unschönes Detail: der Fensterbauer hat die Fensterbretter zu schmal angefertigt.

Jetzt ragen die Abschlussprofile unter dem Holz der Laibung hervor. Das wäre mir gar nicht aufgefallen, aber die Holzwürmer haben gleich auf das eigentliche Problem hingewiesen: Wenn Wasser von oben kommt, läuft es über das Abschlussprofil hinter die Fassade. Den Fensterbauer alle Fensterbretter nochmal bauen lassen wäre etwas übertrieben. Zum Glück hat er dann auch die rettende Idee: es werden andere – schmalere – Abschlussprofile verwendet, so dass das Wasser von der Laibung auf das Fensterbrett tropfen kann.

Z. war fleißig und hat das alte, mit Lehmsteinen zugemauerte Fenster „richtig“ zugemauert.

Stillleben.

Die Fassade ist im OG jetzt dran und 10 cm mehr hätten es bei dem Kabel schon sein können. Ich freue mich schon auf den Moment, wenn ich versuche hier eine Lampe anzuschließen…

Noch so ein Punkt, bei dem ich mir nicht sicher bin: wohin mit dem Antennenmast. Das Tantchen hat einen Fernseher, also muss eine SAT-Antenne auf’s Dach. Ich will aber auch noch LTE-Antenne und ein bis drei Outdoor-Router montieren. Also kommt der Antennenziegel neben das Fenster vom Arbeitszimmer. Er wird so positioniert, dass ich von innen gut ran komme. Dass wir dann immer die Rückseite der SAT-Antenne angucken, geht mir auch erst auf, als ich nochmal länger drüber nachdenke.

Kurzer Test mit der alten Antenne bestätigt: es sieht scheiße aus 🙂

Erstmal Dielen im zukünftigen Kinderzimmer von dem ganzen Schmoder befreien, der im Laufe der Jahre drauf geklebt wurde.

So langsam erkennt man, was es mal werden soll.

Das Rohr für die KWL-Abluft sitzt jetzt auch.

Rettende Idee von Z.: warum kommt der Antennenziegel nicht eigentlich neben die Ausstiegsluke für den Schornsteinfeger? Gesagt getan.

Das Ergebnis ist um Längen besser. Ich kann vernünftig stehen, komme viel einfacher an den Mast und der Blick aus dem Arbeitszimmer wird nicht durch die SAT-Antenne getrübt.

Zwischendurch bastle ich etwas mit 1wire Sensoren. Zum Glück gibt’s bei Voltus lila Kabel, so komme ich mit meiner Nomenklatur nicht durcheinander.

Trockentest um das Lüftungsgitter für die KWL außen zentriert zu montieren.

Zack. Vier Schrauben und ordentlich Silikon – hält.

Die Fassade der unteren Etage ist auch fast fertig. Wir haben die Fassade im östlichen Viertel des Hauses auch im Erdgeschoss als Holzfassade geplant. So sieht es von jeder Seite anders aus. Von den Nachbarn sieht man die Natursteinwand des Gewölbekellers, von der Straße die geputzte Fassade, von Hof und Garten sieht man alles: Putzfassade, Holzfassade und den Gewölbekeller.

Derweil geht es in der schwarzen Küche weiter. Das Problem bei sanierten Häusern ist die Dichtigkeit. Wenn man einen Kaminofen aufstellt, ist der Schornsteinfeger sehr darauf bedacht, dass genug Zuluft vorhanden ist und dass es z.B. durch eine Dunstabzugshaube nicht zur Situation kommen kann, dass Abgase in den Wohnraum geraten. Weil ich keine Lust auf Diskussionen mit dem Schornsteinfeger habe, habe ich den Ofen raumluftunabhängig geplant. Das heißt aber, dass wir jetzt in der schwarzen Küche stehen und überlegen, wie wir das 125er KG-Rohr verlegen können, durch das mal die Zuluft für den Ofen im Wohnzimmer vom Tantchen strömen soll.

Das Ziel ist die andere Seite des Raumes, dort hat Z. schon mit dem Kernbohrgerät ein Loch gebohrt.

Der abgelaufene Boden bestand aus Ziegelsteinen, die letztendlich nur in den Dreck gelegt wurden. Bevor wir Beton drüber kippen, nehmen wir die Steine lieber raus und verlegen sie später an anderer Stelle.

Hier ist jetzt etwas genauere Planung angesagt. In der Ecke, wo die Türen stehen soll mal ein Bad hin. Ein Bad braucht Abwasserrohre. Und Wasser fließt nur in eine Richtung. Wir müssen also das Zuluftrohr für den Ofen so tief verlegen, dass wir mit dem kreuzenden Abwasserrohr gut drüber hinweg kommen…

Der grobe Plan für die Badwände.

Das nächste Problem: Wir brauchen für die Schlafzimmerfenster im Dachgeschoss einen französischen Balkon. Die Maße der Fassadenbretter sind so ungünstig, dass keine Fertigware von Amazon passt. Ich rufe beim Schmied zwei Dörfer weiter an. „Nee, keine Zeit, alles voll“. Verflixt, das Gerüst ist bald weg und wir finden keinen Schmied…

Z. sitzt plant und zeichnet. „Das machen wir selbst!“.

Stahl gekauft, das Rohmaterial zugeschnitten und damit geht es dann zum Bekannten S., der hat ein Spezialschweißgerät mit dem das noch etwas besser geht.

Und kurze Zeit später steht ein französischer Balkon auf der Baustelle ❤️ Er muss nur noch verzinkt werden.

Leider sind die Holzwürmer schon fertig und bauen das Gerüst ab 🙁

Allerdings sehen wir das Haus jetzt erstmalig in einem (zumindest von außen) fast fertigen Zustand. Das ist schon relativ beeindruckend, insbesondere, wenn man weiß wie es vorher mal aussah. Plötzlich kommen (mir wildfremde) Menschen vorbei und gratulieren zur Fertigstellung und „da könnt Ihr ja bald einziehen!“. Ich lächle und verdränge die Gedanken an den Innenausbau für einen Moment.

Nachdem wir uns gefreut haben, stellt Z. fest, dass in der Scheune ein Balken gebrochen ist. Unsereins wäre das vermutlich nie aufgefallen… Nach kurzer Diagnose und Erörterung der Optionen läuft die Therapie auf ein Exoskelett hinaus. D.h. es wird eine Stahlkonstruktion gebaut, die den gebrochenen Balken stützt. Das ist einfacher als den Balken zu wechseln oder anderweitig zu sanieren.

Kleinere Anpassungsarbeiten…

Schon sitzt alles wie es soll.

Zwischendurch planen wir super professionell die Küche und legen Zollstöcke als Möbel aus.

Der Französische Balkon wurde ins Zinkbad getaucht und funkelt uns an. Wir grübeln noch, wie wir ihn ohne Gerüst in 9m Höhe montieren können.

Fortschritt derweil in der schwarzen Küche: das Zuluftrohr für den Ofen liegt. Blöderweise ist mir ein 2m Stück KG-Rohr umgefallen und hat ein Loch davongetragen. Wir tapen es mit Gaffa – es muss ja nur Luft durch’s Rohr, kein Abwasser.

So sieht das Zuluftrohr draußen aus. Es kommt in einem 1m breiten Stück zwischen unserem Haus und einem kleinen Schuppen der Nachbarn raus. Hinten im Bild: Die Rolle Rundstahl, die mal die Erdung für unseren Elektroanschluss werden soll. Es müsste ihn nur noch mal jemand verbuddeln…

So langsam müssen wir uns für eine Konkrete Aufteilung von Küche und Bad entscheiden, damit das Abwasser gelegt werden kann.

Zusammen mit den Leerrohren für Elektro soll hier auch das Abwasser entlang gelegt werden.

Erstmal müssen ein paar der alten Fundamentsteine weg.

Wir gucken uns die Treppenstufen zum Gewölbekeller an. Die würden unterm Beton verschwinden. Wäre eigentlich schade.

Als ich mich das nächste Mal umdrehe ist die „Operation Hinkelstein“ schon in vollem Gange. Z. und Kind 2 operieren die oberste Stufe unter Anwendung der Helbegesetze und mit den Tricks aus dem alten Ägypten Richtung Haustür.

Die nächste Stufe ist ein anderes Kaliber. Mindestens doppelt so groß und garantiert mindestens doppelt so schwer. Wir schätzen 400-500kg bringt der Stein auf die Waage.

Wir bauen erstmal eine Art Gerüst darüber.

Vierfach hält besser.

Trommelwirbel

Tataaa! Physik fetzt.

Jetzt noch vorsichtig drehen und dann Zentimeter für Zentimeter Richtung Tür bugsieren.

Aber wir wollten ja eigentlich Abwasser verlegen. Das graue Rohr führt Richtung Hof, dort ist die Klärgrube. 2006 wurde die Straße erneuert inclusive Kanalisation. Es gibt auch im Hof ein Rohr an das wir direkt anschließen könnten, aber der Ort selbst hängt noch nicht am Klärwerk. Wenn der große Tag X kommt, müssen wir theoretisch nur im Hof an der richtigen Stelle ein Loch buddeln und das Rohr zur Klärgrube Richtung Straße umleiten.

Was man auf dem Bild nicht so gut erkennt: das PVC-Rohr mündet in ein größeres Steinzeugrohr. Verbunden sind beide mit einer „Zementplombe“. Z. kann sich auch noch genau erinnern, wie er das zusammen mit Onkel W. in den 80ern gemacht hat. Leider war er schon damals sehr gewissenhaft und hat sicherheitshalber eine Kelle Zement mehr genommen.

Der Versuch das PVC-Rohr sauber zu entfernen schlägt fehl. Wir würden nur das Steinzeugrohr beschädigen.

Wir sind also pragmatisch und weiten das PVC-Rohr etwas um dann neues KG-Rohr dort direkt anzuschließen.

Fundstücke: Ein Stück von einem Schrank, an dessen Rückseite ein Stück einem Postformular (?) von 1905 klebt.

Erstmal ’ne schöne Mauer faken

So, die alte Kellerwand aus Natursteinen ist weg und wir können erstmals prüfen, ob wir die neue Wand im Kellergewölbe richtig gesetzt haben. Wie es aussieht, hat sich das dreimal nachmessen gelohnt, die neue Wand steht an der richtigen Stelle.

Allerdings sehen die neuen Steine äußerst hässlich aus. Anstatt dort einfach Putz draufzuschmieren hat Z. eine bessere Idee: Recycling.

Wir haben noch genug alte Ziegel. Die werden erstmal schön saubergemacht. Das ist eine Schweinearbeit, hier macht sich T. verdient.

Dann werden sie schön aufgereiht…

Und dann vor die eigentliche Mauer gemauert 🙂

Sieht dufte aus:

Die großen haben sich aus Ziegeln und Bohlen Tische gebaut und bauen Kastanienfiguren.

Während ich meine Energie an den Sauerkrautplatten an den Wänden der Waschküche auslasse…

Liebe Post,

ich habe heute versucht eine Briefmarke zu kaufen. Im Internet. Bei Euch auf der Webseite. Weil ich einen Brief versenden möchte.

Aber Ihr wollt wohl mein Geld nicht? Warum ist das so verdammt umständlich eine Briefmarke zu bezahlen? Ich hab auch gleich ein paar mehr in meinen Einkaufskorb gelegt, weil vielleicht sende ich ja nochmal einen Brief. Vielleicht. Man weiss es nicht, aber es ist Winter und da schreibt man ja Abends am Kamin so manches.

Ich wollte also meinen Warenkorb bezahlen, und hab einfach mal Lastschrift angeklickt. Ist schön bequem für mich. Als ich dann endlich alle Felder ausgefüllt habe, zeigt Ihr mir ein SEPA-Formular, dass ich unterschrieben zurücksenden soll. PER POST. MIT EINER BRIEFMARKE DRAUF. DIE ICH GERADE VERSUCHE ZU KAUFEN. Merkt Ihr selbst, oder?

Ja ich weiss. Deutschland. Ohne Unterschrift geht nichts. Verstehe ich total. Bei der Bahn kann ich mir meine Fahrkarte auch ausdrucken und ohne Unterschrift per Lastschrift bezahlen. Ach und bei Amazon mache ich das auch…

Und wenn Ihr mir hier mit „Aber dann sende es doch per Fax!“ kommt, dann haue ich Euch so einen 20 Kilo Philips-Brocken auf den Kopf, die gibt’s bei Ebay für ’nen Euro. WIR HABEN 2014. ICH WEIGERE MICH DIESE TECHNOLOGIE ANZUERKENNEN. FAX IST TOT. Da werfe ich lieber eine Brieftaube über Euren Zaun.

Ah, ihr sagt, da gibt es ja noch andere Zahlungsmöglichkeiten? Tja, Kreditkarte ist ausgegraut, warum auch immer. Ok, „Portokasse“ – versuchen wir es damit.

So, ich soll also von meinem Paypal-KONTO Geld auf ein gammeliges Porto-KONTO schieben, von dem ich nicht weiss, wie ich es dort wieder runter bekomme. Ich will ja nur ’ne Briefmarke kaufen.
Ok, ich bin weich und versuche genau den Warenkorb-Preis (24,40) auf mein Portokonto zu laden.
Das geht aber nicht, WEIL MAN MIT PAYPAL NUR 20 EURO AUFLADEN KANN. Was soll der Mist? Kennt ihr den Spruch „Shut up and take my money“?

Warum zur Hölle kann ich nicht direkt mit Paypal bezahlen? Kann ich doch bei DHL auch. Achja, andere Firma, verstehe.

Also liebe Post, ich habe hier so ein modernes Gerät, das ist fast wie ein Fax, da steckt man oben Papier rein und dann – oh Wunder – kommt ein PDF im Computer an. Keine Panik, ihr könnt es ausdrucken und abheften, genau so wie ein richtiges Fax. Ich bitte Euch, nehmt es und schickt mir meine Briefmarke…

Die heutige Generation

Ich gebe der Generation überhaupt keinen Ratschlag. Aber ich bevorzuge den ausgeflippten Punk, oder einen alten, versoffenen Philosophen gegenüber den coolen, performenden Anzug-Typen, die vorbei laufen und ihre komische, lächerliche Erfolgsgeschichte inszenieren, die zum Beispiel darin bestehen kann, irgendeine verblödete Applikation für das Handy zu programmieren und diese dann verkaufen. Diese Typen interessieren mich einfach nicht. Das sind langweilige, öde Menschen.

Lest das wirklich empfehlenswerte Interview mit Bernhard Heinzlmaier.

Nachmieter gesucht: 3 Zimmer in der Potsdamer City

Wir suchen ab September 2012 einen Nachmieter für unsere Wohnung in der Potsdamer Innenstadt (Charlottenstraße / Wilhelm-Staab-Straße). Die Wohnung ist super, wird uns aber mit drei Kindern langsam zu klein 🙂

Update (8.8.2012): für die Wohnung ist ein Nachmieter gefunden.

  • 73 m^2
  • 792€ Warmmiete
  • 3. Etage unterm Dach
  • 3 Zimmer, großer Flur
  • WG-tauglich
  • ruhige Innenhof-Lage
  • großer Balkon von jedem Zimmer zugänglich
  • Bad mit Fenster, Badewanne
  • optional: Tiefgaragenstellplatz im Haus (+42 Euro)
  • optional: kostenloser Internetzugang über Freifunk Potsdam

Wer Interesse hat oder jemanden kennt, der jemanden kennt, einfach Bescheid geben.

Namensschilder für Polizisten: potentiell tödliche Waffen!!!1!!

Nein, ernsthaft. Wenn jetzt alle Polizisten in Berlin ein Namensschild tragen, kann jeder dahergelaufene Gelegenheitsmörder dem Polizisten das Namensschild entreißen und damit ein Massaker anrichten. Bodo Pfalzgraf, Vorsitzender der deutschen Polizeigewerkschaft demonstriert die von den Namensschildern ausgehende Gefahr an einem Eisbein.

Die Plastikteile könnten den Polizisten entrissen und als lebensbedrohliche Waffe eingesetzt werden.

Große Sprüche auch von Rainer Wendt:

Die Zwangskennzeichnung ist ein gigantischer Misstrauensbeweis in unsere Polizei“, sagt Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft. Das Vertrauensverhältnis der Bürger in die Polizei sei hervorragend, die individuelle Kennzeichnung daher überflüssig.

Richtig! Es ist ja noch NIE vorgekommen, dass die Polizei versehentlich Demonstranten mit verprügelt hat. Nie! NIE! Ehrenwort! Die Leidtragenden sind letztendlich die armen Polizisten:

Einige Kollegen hätten sich beim Anschnallen im Auto an den Kanten in den Arm geritzt.

Ich muss mir erstmal ein Taschentuch holen… schnüff..

OH HAI new job

Der letzte Chaos Communication Congress hat mir einen neuen Job beschert 🙂 Interessant ist auch, wie schnell so etwas gehen kann. Einen Monat nach dem ersten informellen Gespräch auf dem Kongress habe ich am Montag meinen letzten Arbeitstag in der alten Firma. Wie alles im Leben sind eben auch Kündigungsfristen verhandelbar.

Ohrenfutter

Ich habe früher Podcasts ignoriert. Meine Einstellung dazu war etwa

Warum soll ich mir das Gequatsche von anderen Leuten anhören, schliesslich kann ich geschriebenen Text viel schneller parsen.

Irgendwann ist mir mal aufgegangen, dass ich in vielen Situationen nichts lesen kann oder will. Etwa beim Autofahren. Beim Einkaufen. Nach 10 Stunden im Büro. Beim Saubermachen – mein neues Hobby seit ich Kinder habe 😉 Mein ADS-versautes Gehirn verlangt nach einem kontinuierlichem Informationsbombardement.
Also Stöpsel ich mir einen Podcase in die Ohren. Und bin begeistert. Weil ich mich so drüber freue, dass ich Podcasts nun doch gut finde, gebe ich hier gerne meine derzeit liebsten Abonnements zum besten:

  • Chaosradio Express. Ok, wer Podcasts hört, hört sehr wahrscheinlich diesen Podcast. Wer keine Ahnung hat, was Podcasts sind: hört Euch eine beliebige Folge zum Thema Eurer Wahl an. Es ist für alle etwas dabei. Highlight für mich war Folge 147: Mikrokosmos, Makrokosmos.
  • Mobile Macs. Der chaotische Podcast für Apple-Fanboys. Ich habe zwar nur einen recht immobilen 25kg-Mac, verpasse aber trotzdem keine Folge. Gegenüber Bits und So erheblich mehr Nerd- aber auch mehr Quatschfaktor. Das Leiden lohnt sich aber für die 5% Informationsgehalt. Unglücklicherweise sind die interessanten Infos immer an einer anderen Stelle versteckt, so dass man gezwungen ist, sich den ganzen Podcast anzuhören.
  • Bits und So. Der „vernünftige“ Podcast für Apple Fanboys. Eigentlich ziemlich langweilig, aber es gibt mitunter gute Tipps für hilfreiche Applikationen. Seit Leo Becker vom fscklog mit dabei ist, gesteigerter Informationsgehalt. Höre ich trotzdem nur, wenn gerade alle anderen Podcasts alle sind.
  • Küchenradio. Ganz toll, ganz anders. Sehr viele gesellschaftliche Themen, je nach Besetzung stark schwankende Qualität. Zum Reinhören empfehle ich: NR. 268: Gentrifizierung.
  • Alternativlos. Die Fnord News Show für die Hosentasche. Hoher Unterhaltungs- und Geekfaktor. Kann man nicht beschreiben, einfach mal reinhören. Anspieltipp: die Folge zur Polizeigewalt.
  • Netzpolitik Podcast. Höre ich nur, wenn mich das Thema interessiert. Hauptsächlich macht die entspannte Art von Markus Beckedahl den Charme des Podcasts aus.
  • Elementarfragen. Leider im Moment inaktiver Podcast, der hautpsächlich für seine großartige Sendung zu Tschernobyl extrem viel positives Feedback erhalten hat. Hört Euch wenigstens diese Folge an. Es lohnt sich. Ich drücke die Daumen, dass die Sommerpause bei den Elementarfragen bald vorbei ist.
  • Pandroid Podcast. Ich war vor einer Weile mal auf der Suche nach einem vernünftigen Podcast zu Android. Aber das was man üblicherweise findet, sind Gadget-lastige Labersendungen („Oh wow, das neue Samsung Bla bla bla mit 12 Megabupsel Kamera…muss ich haben…“). Speziell die US-amerikanische Podcastlandschaft ist in der Beziehung unerträglich.

    Um so erfreuter war ich gestern, als ich gelesen habe, dass Yan Minagawa und Dirk Jäckel mit dem Pandroid Podcast gestartet sind und sich explizit mit der Softwareentwicklung für Android beschäftigen wollen. Sendung 01 ist nur 15 Minuten lang, aber schon sehr vielversprechend. Was dem Podcast noch fehlt, ist lediglich ein flattr-Button.

Ich bin immer noch auf der Suche nach guten Podcasts zur Softwareentwicklung. Es gibt zwar den heise developer Podcast, aber so richtig umhauen tut mich das nicht. Speziell Systemnahe Entwicklung unter Unix scheint ein unbesetztes Nischenthema zu sein. Über Empfehlungen freue ich mich in den Kommentaren.

Was ich gerade so mache

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Bloggen jedenfalls selten. Die Kollegen haben immer gefragt „…und wie lange bist Du dann nochmal im Urlaub?“. Ich pflege dann immer ernst zu gucken und sage „Elternzeit, nicht Urlaub. Ich erziehe meine Kinder“. Hätte die zwei Monate mal in den Winter legen sollen.

Überhaupt, so lange ist das gar nicht. Meine Freundin kann 12 Monate blau machen, darüber wundert sich auch keiner 🙂

Also was mache ich eigentlich den ganzen Tag? Fotos mache ich viele. Nur keine, die ich hier posten kann. Hochzeiten. Unser jüngstes Kind wurde getauft.

Ach ja, die Kinder. Irgendwo zwischen Lachanfall und Nervenzusammenbruch marodiert man so durch den Tag. Trotz ausgefeilter Logistik sind wir auf Tagesausflügen bepackt, wie andere bei der Besteigung eines Achttausenders. Aber es ist großartig dabei zu sein, die ganzen Highlights mitzuerleben. Die Flugzeuge gestern, ganz nah und ganz laut. Mit Propeller „der dreht sich!“. Die Dampflok heute, die zischt und pfeift und pufft. Wenn einem ein 26 Monate altes Kind mit seinem begrenzten Wortschatz in aller Ausführlichkeit das Erlebte beschreibt, ist das so eine Mischung aus zufriedenem Grinsen und stolz geschwellter Brust.

Dann freue ich mich aufs Fahrrad fahren. Ich bin voll angefixt und kann nicht genug Kilometer treten. Unsere Fahrräder sind eher Lowtech, aber um so größer ist der Spaß. Der Plan sind mindestens 300km, wenn es gut läuft auch 600km. Solo sicherlich ein klax, aber mit zwei Anhängern – einer für die Kinder, einer für’s Gepäck – schon eine Herausforderung.
Ich rechne schon ständig Durschnittsgeschwindigkeiten aus um planen zu können. Egal wie ich es drehe, mehr als 13km/h werden es nicht. Naja, kleine Etappen, wir haben ja Zeit. So lange wir regelmäßig an einer Waschmaschine vorbei kommen, ist alles gut.

Tja, Wäsche waschen ist auch so ein großes Hobby geworden. Das große Kind trocken zu bekommen und dabei eine Reise mit Minimalgepäck zu unternehmen… Abenteuer pur.

Dann griffel ich noch Tag und Nacht an meinem neuen Telefon rum. Nach drei Jahren Symbian-Masochismus war ich dann von den vielen Apple-Werbemaßnahmen überzeugt und hab mir ein google-Phone geklickt. Die Usability ist unterhaltsam (und um Welten besser als alles was ich von Nokia kenne), aber die vielen Features und theoretischen Möglichkeiten überwiegen die Patzer in der Bedienung. Aber zu dem Thema muss ich nochmal ein richtiges Review schreiben, im Moment bin ich noch am entdecken und staunen (und fluchen).

Hier wäre jetzt Platz für ein Fazit. Ich sage mal: Kinder fetzen, legt los und macht Euch welche. Ist ganz einfach und man hat dann viel Spaß.

Die SPD in Thüringen

Die Situation in Thüringen fasst Fefe treffend zusammen: „Die Linken haben trotz mehr Sitzen freiwillig auf das Ministerpräsidentenamt verzichtet, damit die SPD keine Ausrede hat, um mit der CDU zu koalieren, und die machen es trotzdem.
Tja, auf die SPD ist – wie immer – Verlass. Vielleicht knacken sie ja bei der nächsten Bundestagswahl die 5% Hürde – in umgekehrter Richtung.

Realitäten schaffen

Wer sich die Bundestagsdebatte zum Internet-Zensurgesetz verpasst hat, kann sich mal das Protokoll durchlesen, hochinteressant. Passt auf, dass Ihr nicht Euren Monitor vollkotzt:

Jörg Tauss (damals noch SPD):

Darüber hinaus sprechen Sie davon, dass endlich Verträge legalisiert würden. Ich sage Ihnen: Das sind Verträge, die durch Nötigung von Firmen zustande kamen, denen man gesagt hat: Wenn ihr nicht bereit seid, zu unterschreiben, werden wir euch öffentlich durch die Presse schmieren. – Ich halte es rechtsstaatlich für unmöglich, einen derartigen Vorgang der Nötigung hinterher gesetzlich abzusichern. Das sage ich in aller Klarheit. Ich bedaure sehr, dass die Koalition diesen Weg beschritten hat.

(…)

Martin Dörmann (SPD):

Wir haben nicht vor, irgendwelche Verträge zu legalisieren. Das ist überhaupt nicht unsere Motivation. Aber Tatsache ist doch, dass es diese Verträge gibt. Wir müssen diese Realität zur Kenntnis nehmen. Ich glaube, es wäre unverantwortlich, wenn wir an dieser Stelle abwarten würden, bis vielleicht nach län- gerer Zeit das Bundesverfassungsgericht darüber geurteilt hat, ob diese Verträge rechtmäßig sind oder nicht. Auch ich habe an der Rechtmäßigkeit Zweifel. Aber uns obliegt es, die Internetnutzerinnen und -nutzer an dieser Stelle zu schützen.

Verlogenes Dreckspack!

Mein kleiner Bauchladen

iMac 20inch

Kurz und schmerzlos: iMac white, 20 Zoll Display, keine Pixelfehler, 2 GHz core duo, 2 GB Ram, 250 GB Festplatte, mehr technische Details bei everymac. Tastatur der Marke „Krümelschublade“ und die tolle magnetische Apple Remote sind natürlich dabei.

War mein treues Arbeitspferd in den letzten 2.5 Jahren und ist nach wie vor eine geniale Surf- Multimedia- und Photoshop-Maschine. Ich trenne mich nur unter großen Schmerzen davon, ein realistisches Gebot per Mail kann meine Trauer jedoch mildern. Ansonsten kommt der Rechner Montag zu ebay.

TOYS’R’US

Das bringt mich auch auf ein anderes Thema, welches mir auch immer wieder aufstößt und was ich einfach nicht ungehört stehen lassen kann. In der Regel ist es so, dass wenn ein Referent eine Session hält, dann hat er die auch vorbereitet, er hat sich Zeit genommen um etwas zu sagen oder ein Feedback zu bekommen – muss man dann die ganze Zeit in ein Notebook o.ä. tippen, kann man nicht ausreichend Respekt zollen und zuhören und so besser und sinnvoller diskutieren? Eventuell denkt der/die eine oder andere Besucher mal darüber nach und überlegt mal, wie es ist, wenn man vor einige Leuten steht, eventuell noch nervös und nicht routiniert, und dann sind alle Besucher nur mit ihrem technischem Spielzeug beschäftigt. Denn wenn man nur das benötigt, dann brauchen wir kein Camp organisieren, dann reicht eventuell eine Messenger oder IRC Plattform, denn der Mensch zählt dann nicht.

Frank über das Wordcamp 09 in Jena.

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