Betonbuckel

Der Kellereingang sieht schon gut aus, aber das Gewölbe oben drüber könnte noch etwas Liebe vertagen. Erstmal baut Z. ein provisorisches Dach, damit der Regen nicht den Lehm zwischen den Steinen rausschwämmt.

Dann muss sämtlicher loser Dreck zwischen den Ritzen rausgekratzt und gesaugt werden. Die Kinder klettern sofort auf dem Gerüst und dem Gewölbe herum und helfen eifrig mit.

Am besten geeignet ist dafür mein absolutes Lieblingswerkzeug: der Baustaubsauger. So wie ein normaler Staubsauger, nur größer, ohne Beutel und saugt alles ein, was ihm vor den Rüssel kommt. Gelegentlich ist der Filter vom Staubsauger voll und dann kommt ein neuer Geselle ins Spiel, den ich bisher total unterschätzt habe: der Kompressor.

Das Modell von Z. ist schon etwas fußlahm und wird deswegen in einem extra Wagen umhergefahren. Auch was die Steckdose angeht, ist er wählerisch, nicht an jeder läuft er an, ist das Kabel zu lang, zuckt er nur kurz. Wenn er aber läuft, ist er das vielfältigste Ding auf zwei Rädern, von dem ich bisher keinen blassen Schimmer hatte.

Liste der Dinge, die man mit einem Kompressor machen kann:

  • verstopfte Staubsaugerfilter auspusten – Super, wenn die Nachbarn gerade Wäsche aufgehängt haben und der ganze Hof voller Staubwolken ist
  • Elektrowerkzeuge gelegentlich mal durchpusten. Unglaublich, wie viel Staub aus einem Akkuschrauber kommen kann
  • Diverse Mauerritzen auspusten, wo man sonst nicht ran kommt
  • Staub von den Steinen pusten, damit der Mörtel besser hält
  • Bohrlöcher auspusten, damit der Dübel besser sitzt
  • Seine dreckigen Klamotten nach der Arbeit abpusten
  • Und und und…

Die Kinder finden den Kompressor auch toll und es zischt und kichert ständig.

Die Kante des Gewölbes ist zwar beeindruckend und wirkt fest, wir wollen aber auch auf Nummer Sicher gehen. Nach der Reinigung versenkt Z. mit teurem Spezialmörtel von Fischer diverse Gewindestangen in den Steinen.

Eine Mutter drauf und dann …

Bewehrung. Ist ja klar, dass wir keine halben Sachen machen.

Beton drauf:

Schön glatt bügeln:

Fertig:

Natürlich muss der Buckel schön gegossen werden, damit er gut abbindet.

Was sonst noch geschah: Ich habe die restlichen Ziegelsteine halbwegs ordentlich in die Scheune gestapelt. Die an der Stelle gelagerten „nagelneuen“ Betondachziegel hat sich inzwischen der Nachbar abgeholt, irgendwann kommen die auf seine Scheune.

Wir haben aus dem Nachbarort eine Restmenge Gasbeton geholt, der wird einfach davor gestapelt. Es ist noch nicht so ganz klar, wofür wir die Steine brauchen können, aber einem geschenkten Barsch…

Kind 1 und Kind 3 können sich stundenlang mit Hammer, Nagel und altem Holz beschäftigen.

Kind 2 zerlegt fachmännisch altes Mobiliar.

Zack.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.