FTP-Backup: Speicherplatz nutzen

Viele Hoster stellen Backup-Speicherplatz via FTP bereit. Ärgerlich ist es, dass man zunächst sein Backup lokal erstellen muss um es dann via FTP auf den Backup-Server zu übertragen. Man muss also den Speicherplatz, den man auf dem FTP-Server nutzen will, auch lokal vorhalten.

Für dieses Problem gibt es zum Glück eine elegante Lösung: curlftpfs bindet via FTP erreichbare Resourcen ins Dateisystem ein.

Zunächst braucht man einen Kernel mit FUSE-Unterstützung. Den bringt Debian etch zum Glück gleich mit. Das Modul fuse muss geladen werden. Wenn das Gerät /dev/fuse existiert, ist alles gut gegangen:

Dann brauchen wir die fuse-utils und curlftpfs:

Damit wäre der schwierige Teil erledigt 😉 Jetzt kann man einen kleinen Test wagen:

Prima, dann kann also der zugewiesene FTP-Space ins Dateisystem eingebunden werden. Der folgende Eintrag in der /etc/fstab erledigt das automatisch zum Systemstart:

Der einzige Nachteil ist, dass jetzt das FTP-Passwort in /etc/fstab steht. In dem Fall muss man sie mit

schützen. Wir mounten und testen kurz:

Das Problem wäre gelöst, das Backup-Programm kann jetzt direkt nach /media/ftp-backup scheiben. Wie man vernünftige Backups anfertigt, wird Inhalt des nächsten Artikels in dieser kleinen Serie sein.

Zum nächsten Teil: Niemand will Backup, alle wollen Restore! »
Zum ersten Teil: Debian Etch auf einem Rootserver mit Raid-1 und LVM »