Wunschzettel (wird gelegentlich aktualisiert)

Ideen und Anregungen für die hoch geschätzte Familie:

Gottfried Benn, Hörwerke 1928-56, gibt’s beim Zweitausendeins Verlag als MP3-CD für 15 Oere. Endlich mal eine Gelegenheit Gehirne zu Ende zu lesen…

Da wäre noch mein Amazon-Wunschzettel

Erkenntnisse

Ich bin euhporisch und sollte mich mal ein bischen bremsen.

Soeben herausgefunden, wodurch die Störgeräusche im Telefon hervorgerufen werden. Sogar ein Telekomiker war schon mal hier und hat sich die Sache angeschaut, aber nichts gefunden. Beim Telefonieren laufe ich ständig herum (dumme Angewohnheit, das macht die angerufenen Menschen nervös), dabei trete ich gelegentlich auf die Stelle des Laminats, unter der die selbstgebastelte Verlängerung von Telefondose zum DSL-Splitter verläuft. Heute eben den Zusammenhang zwischen der Stelle des Laminats und den Störgeräuschen zweifelsfrei nachgewiesen. Verleihung der Ehrendoktorwürde ist hoffentlich in Arbeit.

Arcor

Ich konnte der Versuchung (=billig) nicht wiederstehen und werden zum dritten mal in den letzten paar Jahren den Telefonanbieter wechseln. Oder besser geschrieben, den Internetzanbieter. Telefon ist ja eher so eine Zwangsgeschichte, die keiner wirklich nutzt.
Die Hotline ist bis jetzt, entgegen allen Befürchtungen, nicht zu beanstanden. Man hängt etwas länger in der Warteschleife, erhält aber auf alle seine Fragen kompetente Antworten. Mal abwarten, ob ich in ein paar Wochen noch so wohlgesonnen über diese Firma schreiben werde. Das wäre dann auch egal, weil man mein Blog eh nicht lesen könnte 😉

nettes Abschlussevent

Blizzard hat sich ein nettes Abschlussevent für das Ende der offenen US-Beta einfallen lassen: Die brennende Legion griff Azeroth an. Das nenne ich mal phantasievoll, im Gegensatz dazu wurden bei Sony zum Ende der Everquest II Beta einfach die Server runtergefahren…

Glaube kann Ferse versetzen

Unsortiertes: Über Frank auf den Erlebnisbericht bei Johnny gestoßen (unbedingt lesen!), in den Kommentaren wiederum auf die Seite über Uri Geller aufmerksam geworden. Ich könnte mich in beliebiger Reihenfolge darüber aufregen, daß Jauch sich für solchen Dreck prostituiert, daß soetwas im Fernsehen erlaubt ist oder daß Leute dort anrufen und sagen, ihr Löffel ist verbogen.
Dank Jörg bin ich auf SnipSnap aufmerksam geworden, Wiki und Blog in einem – das wird als nächstes getestet. Ich bin nämlich gerade im Wiki-Fieber 🙂
Am Wochenende hatte ich endlich mal Gelegenheit den Abraxas von Jazz-Kites zu fliegen. Der Drachen ist genial und steht ganz oben auf meiner Wunschliste. Er macht genau was man will: Tricks, an die ich beim Gemini noch nicht mal zu denken wagte, schüttelt er fast von selbst aus dem Ärmel. Er ist sehr stabil im Fade, nicht so zappelig wie der Level One Easy Light und lässt sich bei 8km/h noch angenehm fliegen (da hat man mit dem Easy schon zu kämpfen).

„Ey, hast Du Ahnung von Computern?“

Huch! Kenne ich den Typen? Nee. Warum quasselt der mich dann an? Im Otti Döner-Grill? Sehe ich etwa schon *so* nerdig aus? 🙁

Ich such fieberhaft eine Antwort. „Nee, ich weiss nur bei Mainframes bescheid“ funktioniert meistens, aber der Mensch sieht nicht so aus, als ob er damit etwas anfangen könnte. Also entweicht mir ein „Ja nee, eher nicht so.
Kannst Du mal kucken, ob das gut ist?„. Der Döner-Mann schiebt mir meinen Börek hin. Bevor ich mich entschieden habe, ob ich „Danke“ (zum Döner-Mann) oder „Nein, danke“ (zum Typ) sagen soll, schiebt dieser mir einen Zettel hin.
Ein Angebot vom muchtigen Computer-Laden um die Ecke. Ich überfliege es und tue so, als ob ich gründlich lese (runzle etwas die Stirn dabei, sehr sorgfältig geübt für solche Momente). Super-Duper Pentium 4, 3.2 GHz, 160GB, tausendeinhunderdeuro. „Ja, nun. Klingt doch gut. Ist es Dir zu teuer?“ „Naja, eigentlich schon.“ „Na dann geh‘ doch hin und sag, dass Du eigentlich nicht so viel Geld ausgeben wolltest.“ „Aber ich brauchen den Rechenpower!“ Hm, der berühmte Widerspruch… „Tja …„. „Mein alter AMD 1300 Megaherz Computer kotzt mich an, ständig stürzt er ab, ich habe auch schon alles neu installiert.„. Ich verkneife mir ein „Das wird mit dem neuen Computer nicht anders sein.“ und Ich reiche ihm das Angebot zurück. „Ist doch ganz gut, vielleicht kannst Du ja noch ein bisschen handeln.„. Er sagt „danke.„, ich erwiedere „viel Glück“ und knabbere an meinem kalten Börek.

Zutu-Liste: ( ) Friseur, ( ) Solarium, ( ) andere klamotten, ( ) bessere Ausreden auf Vorrat ausdenken.

wo bleibt die Gerechtigkeit?

Da bin ich ganz hart und sage, es darf nur eine Volljährigkeit in Deutschland geben, und die liegt bei 18 Jahren. Das muss auch für ausländische Jugendliche gelten, die in diesem Lande leben. Die Vereinten Nationen sehen das ganz genau so, Und dann gibt es eine Bundesregierung, die eigentlich die Kinderrechtskonvention der UN ratifiziert hat. Allerdings mit dem Vorbehalt, dass ausländerrechtliche Bestimmungen durch die Kinderrechtskonvention nicht betroffen sind. Auf deutsch heißt das, die Kinderrechtskonvention gilt nur für deutsche Kinder. Und obwohl das natürlich dem Geist der Konvention in keiner Weise entspricht, sagt die Bundesregierung, das ist rechtlich möglich, wir melden einen Vorbehalt an und dispensieren im Grunde genommen ein Grundrecht. Was ist das für ein Demokratieverständis? Und dann bin ich noch wütender, dass eben auch die neue Bundesregierung, die rot-grüne, es nicht gepackt hat, diesen schweren Verstoß gegen die Demokratie zurück zu nehmen. […]
Wie kann man denn auf der einen Seite Programme gegen Ausländerfeindlichkeit auflegen, und dieses Land, das heißt die offiziellen Institutionen des Landes, behandeln Deutsche und Ausländer unterschiedlich. Zahlreiche Extraprogramme gegen Ausländerfeindlichkeit werden initiiert und gleichzeitig gibt es diese institutionelle Ausländerfeindlichkeit. Das kann ich nicht anders nennen. Das ist das Geringste, was ich von einem Rechtsstaat verlange, dass es gleiches Recht für alle gibt.

Dieter Ziebarth, evangelischer Seelsorger im Abschiebegewahrsam in Berlin im Interview. Aus: „‚Sind Sie mit der Abschiebung einverstanden?‘ Beiträge zu einer Ethnographie der Abschiebehaft in Berlin“ (hier ein Auszug).