Wirtschaftsfaktor Kiffen

Argumtene für die Legalize-It Bewegung:

Im Szenejargon nennt man diesen Post-Cannabis-Hunger Fressflash. Laut RBI gibt der britische Kiffer nach dem Rauchen jedes Mal im Schnitt 20 Pfund für Nahrungsmittel aus. In der Summe beschere das vor allem Pizza-Bringdiensten und Kiosken sechs Milliarden Pfund Umsatz pro Jahr.

Folge für Deutschland: man/Frau macht sich mit diversen Prospekten vom Inder/Thailänder/Italiener am Kühlschrank verdächtig.

heute: Chaosradio #88

Die heutige Chaosradio-Sendung dreht sich um mein Lieblingsthema: „Elektronische Augen überall“.
An wieviel Überwachung haben wir uns eigentlich schon gewöhnt? Kameras an jeder Häuserwand – im Kampf gegen Sprayer und Kriminalität. Wenn Argumentationsnot besteht, wird dann auch schon mal die „Gefahr durch internationalen Terrorismus“-Karte gezogen. In Zukunft sollen auch alle Autos durch Kameras erfasst werden und automatisch per Rasterfahndung kontrolliert werden. Die Zeiten, wo man sich hinten in der Straßenbahn unbeobachtet in der Nase bohren kann, sind vorbei.

Das 0180-Telefonbuch

Warum 12 Cent pro Minute zahlen, wenn man die gleiche Leistung für knapp 2 Cent haben kann ? Hinter fast jeder 0180er Nummer steckt eine ’normale‘ Telefonnummer, die man zum günstigen Call-By-Call Tarif erreichen kann. Das 0180-Telefonbuch ist für Geizkragen wie mich genau das richtige 😉

I took the red pill

Heute früh im Büro: keine Menschenseele. Ich denke: fein, hab ich wenigstens meine Ruhe. Irgendwann kommt E., unser französischer Support, reingeschlichen und meint ‚Na, hast Du keine Veranstaltung heute ?‘.
Diese Woche ist in der Firma eine Art Familientreffen, möglichst alle Mitarbeiter kommen zusammen, es gibt Schulungen für die Verkäufer und ’normale‘ Mitarbeiter, der Vorstand verkündet die Zahlen und abends gibt es eine Party – eben das ganze Pipapo.
‚Nö, übermorgen ist doch erst Buffet, oder ?‘. Hm, obwohl, mal in den Kalender kucken, kann nicht schaden. Huch – tatsächlich, für die hackende Zunft war ein Training angesagt, los geht es vor sieben Minuten. Mumpitz!
Ich stürme also in den Konferenzsaal der Firma. Auf dem einzigen freien Platz darniedergesackt (gaaanz vorne), deutete der externe Dozent auf mich und meinte, ich könnte doch mal mit der Vorstellungsrunde beginnen. „Hello my name is … bla … and I’m … bla .. Java…“.
Während die anderen Leute – hoppla, heute sind auffällig viele ‚Entscheider‘ anwesend – ihr Gedicht aufsagten, bemerkte ich gewisse Unterschiede zwischen meinem Platz und den Plätzen der anderen Teilnehmer. Jeder hatte ein Namensschildchen, einen Ordner mit den Kursunterlagen und ein Notebook vor sich, was ich bei mir vermisste. Da ich mein Namensschildchen nicht entdecken kann … hat das nur zu bedeuten … ich bin wohl nicht eingeladen.

Huch! Das erklärt so einiges, besoners die verständnisvoll fragenden Blicke. Peinlich, peinlich. Ich blicke erstmal unauffällig an mir herunter um zu klären, ob ich nackt bin und das nur einer dieser dummen Träume ist. Leider bin ich angezogen und muss mich ernsthaft mit Fragen wie „Was mache ich eigentlich hier ?“ und „Wie komme ich hier unauffällig wieder heraus ?“ auseinandersetzen.

Nach einer Viertelstunde Singsang vom Dozenten werden Übungsblätter verteilt, ich kann mich in einem unbeobachteten Moment zu einem Kollegen schleichen und die Frage klären, ob ich eigentlich auf dieser Veranstaltung eingeladen bin „nö, aber wenn Du nichts zu tun hast, hör‘ es Dir doch mit an.“
Ich beschliesse besseres zu tun zu haben und krieche zur Tür.

„Französische Musik ist gruselig, sie ist schrecklich, einfach Scheiße!“


Ein kurzes Interview mit Nicolas Godin und Jean-Benoît Dunckel (=Air). Nett: endlich wird mal deren Homepage verlinkt. Eine Suchmaschine spuckt bei dem Begriff Air nicht unbedingt das aus, was man finden möchte.

Blogosphäre quergelesen

Dave-Kay ist vom Golf IV Linux Edition enttäuscht (er hätte mal die Knoppix-Edition testen sollen ;-), Patrick dagegen bleibt Windows ME treu und installiert es in Knapp 7 Stunden – ein neuer Rekord.

Xyll ergötzt sich an Duschbad-Testberichten (sehr empfehlenswerte Lektüre), Dr. Buelle empfielt allen Rheumatikern, den Alkoholismus als zweites Standbein zu festigen.

Und schliesslich erfasst Don die Lage in diesem Land treffend: Manchmal schiebt sich der Arbeits-Alltagsnebel beiseite. So wie gerade, als ich im dunkeln Dauerregen frierend zwischen Bürohäusern stehe, mir klar ist, dass sich 6 Millionen Deutsche gestern wieder diese Dschungleshow angeschaut haben, mein Konto jämerlich aussieht, ich den halben Tag mit merkwürdigen Menschen telefoniert habe und dann kommt die Frage aller Fragen: „Was verfickt nochmal mach ich hier eigentlich??? Und warum sitze ich nicht irgendwo rum, wo es warm ist und schreibe ein Buch, während mir ein netter Verlag mit hübschen Vorschüssen mein Leben finanziert?“.

Meine Wenigkeit lehnt sich derweil entspannt zurück und lauscht den melodischen Klängen des Roth Metal Radio. Es ist gar nicht so schwer Winamp die Proxy-Authentifizierung beizubringen, man muss lediglich soetwas wie DOMAIN\user:password@proxy.firma.de:8080 als Proxy-Server eintragen.

Nachtrag: Bessmann ließ die Reifen quitschen [via Ralph]

g!zmographie

Bei g!zmo hat sich so einiges getan, Patrick dokumentiert fleissig im g!zmo-blog. Es gibt zwei Mailinglisten, ein g!zmologie-Tutorial und lauter nette Details. Also, Subversion anwerfen und testen 🙂

btw: täglich Schreibblogade lesen und die Perlen entdecken: Herr Tazl bloggt.

Dr. Tod in Nöten

Im heutigen Spiegel bildet ein umfangreiches Dossier zu Gunther von Hagens die Titelgeschichte, auf Spiegel Online häufen sich heute die Artikel zu ihm. Es wird der Vorwurf erhoben, er habe zur Herstellung seiner Präparate auch die Leichen hingerichteter chinesischer Strafgefangener verwendet, was Berlins Kultursenator zu einer 180-Grad Wendung veranlasste.

So scheitert Ihre Bahnreform

Bahnreform vergeigen für Dummies: in 10 Schritten, für jeden verständlich erklärt.
„Volle Mehrwertsteuer für Fernbahn-, aber nicht für Flugtickets – das Argument überhören Sie am besten, ebenso wie das Genöhle, dass die Bahn jährlich 62 Millionen Euro für den BGS-Einsatz ans Innenministerium überweist, während die Polizei für Autofahrer kostenlos im Einsatz ist.“

Die Liste lässt sich noch beliebig fortsetzen, etwa mit der Problematik der Privatisierung der Regionallinien. Die Länder würden mit privat bewirtschafteten Regionallinien erheblich Geld sparen, weil sie den Betreibern einen geringeren Kilometerpreis als der Bahn zahlen müssten. Die Bahn aber hat Verträge durchgesetzt, die ihr das Monopol bei den profitablen Regionallinien (hier in Berlin/Brandenburg RE1-RE5) bis 2012 (!) sichert. Die nicht profitablen Linien schreibt sie natürlich gerne zur Privatisierung aus.

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